
Hilfreich finde ich das Synonym der „Handlungsbereitschaft“ – so eine Art Summenbild aller inneren Zustände eines Menschen, die seine Verhaltensweise hervorbringen.
Aber warten Sie… „Innen“? Dann müsste ja jeder Mitarbeiter seine Motivation mit sich herumtragen und sogar am Weg von zuhause in die Firma selbst mitbringen. Ich glaube da ist etwas dran! Das heisst nämlich wenn der Mitarbeiter gar keine Motivation hätte, würde er es gar nicht bis in die Firma schaffen.
Weiters können wir davon ausgehen, dass jeder Mensch Motive hat die ihn bewegen – also Ziele und Bedürfnisse. Ob diese ihrer Organisation etwas bringen, müssen Sie selbst klären. Genau hier liegt die Managementaufgabe: einen größtmöglichen Anteil der Ziele und Bedarfslagen des Unternehmens für Mitarbeiter zugängig zu machen, damit diese sich individuell mit ihren Zielen und Bedürfnissen andocken und assozieren können. Je höher die Überdeckung, desto höher das Motivationspotenzial. Fertig.
Eine zunehmende Anzahl von Mitarbeitern mit „freizeitorientierter Schonhaltung“(*) – die sich also mit letzter Kraft noch in die Firma schleppen - ist jedenfalls Gift für ein Unternehmen. Der Handlungsbedarf für die Führungskraft ist dann bereits akut. Aber ohhh! Da wäre sie ja wieder… die „Handlung“, für die irgend jemand eine Bereitschaft haben sollte.
(*) = „innere Kündigung“, Begriff laut Reinhard Sprenger in „Mythos Motivation“


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