Samstag, 16. August 2008

Motivationstrainings

Neulich treffe ich eine Freundin in der City. Sie arbeitet für einen Kosmetikkonzern. Nach ein paar Minuten fragt sie mich: „Sag‘ Jan, hältst du auch Motivationstrainings?“
„Wozu brauchst Du denn ein Motivationstraining?“
„Na ja, wir haben da immer wieder diese eintägigen, internationalen Salesmeetings, wo alle nach einander ihre Reports runterbeten. Die letzte halbe Stunde kommt dann die Frage – gibt es sonst noch Fragen oder Vorschläge. Aber da sind alle schon völlig erschlagen.“
„Ja und was passiert, wenn Du etwas einbringst?“
„Dann bekomm ich die Antwort, dass diese Fragestellung auf internationaler Konzernebene gelöst werden müsste.“


Jetzt frage ich Sie geschätzte Besucher:
Mir fällt da niemand ein...
Welches Motivationstraining dieser Welt ist in der Lage, meiner Freundin weiter zu helfen? (Achtung „Droge“! Siehe vorheriges Posting)
Meine These:
Es gibt für die meisten Probleme keine Motivationstrainings.

Was viel effektiver und realisitischer wirkt, ist ein gezieltes Demotivationsauflösungscoaching:
  • Wo stehe ich in dieser Situation?
  • Was sind meine Optionen und Stellhebel?
  • Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung?
  • Möchte ich meine Handlungsfähigkeit in dieser Situation ausbauen?
  • Wie?

Auf einer Gruppenebene bietet sich eine Demotivationsbeseitigungsentwicklung an. Insgesamt ließe sich das beträchtliche Investment von regelmäßigen, eintägigen Führungskräfteworkshops sehr wahrscheinlich mit höherem Nutzen verbinden. Oft mangelt es an einfachsten Elementen:
  • klare Ziele
  • gutes Workshopdesign
  • klare Aufgaben und Rollen
  • sowie für fortgeschrittene Moderatoren: ein Berücksichtigen und Steuern der gruppendynamischen Energielage an so einem Tag.

Falls bei Ihnen die Motivationslage gut im grünen Bereich ist: herzliche Gratulation! Sie haben vieles richtig gemacht. Vielleicht kümmern Sie sich gar nicht um die Motivation Ihrer Mitarbeiter! Aber dafür um
2 Goldene Regeln
:
1) Sie achten darauf, keine Demotivation bei Ihren Mitarbeitern zu verursachen.
2) Sie schenken Ihren Mitarbeitern regelmäßig Anerkennung, hören Ihnen zu und vertrauen darauf, dass sie hoch motivierte leistungsfähige Mitarbeiter sind.

Sie werden es Ihnen motiviert danken – täglich!

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