Freitag, 17. Oktober 2008

„S.O.S. Projekt in Not!“ - Symposium über Krisenmanagement

Das war der Titel des „pma focus 2008“, ein Symposium über Projekte in der Krise, gelungenes Scheitern und sinnvolles Retten.


Brigitte Schaden, Vorstandsvorsitzende von Projekt Management Austria und ab Jänner Chairman von IPMA international, hat mutig ein an Aktualität kaum zu übertreffendes Thema gewählt:

„Es war heuer spürbar schwieriger, unsere namhaften Kooperationspartner und Sponsoren für dieses Thema zu gewinnen. Einige wollten an Titel und Inhalt noch etwas ändern. Scheitern ist immer noch ein Tabuthema. Doch die Publikumsresonanz und der Erfolg der Veranstaltung geben uns recht. Erstmals war dieser pma focus bereits zwei Wochen im Voraus ausverkauft.“

Brigitte Schaden

Das Programm ist sehr gelungen. Der Start am späten Mittwoch Nachmittag war, durch die Gelegenheit für Networking in entspannter Atmosphäre und der Kombination des ernsthaften Themas mit einer guten Portion Humor der Kabarett-Gruppe Maschek, ein perfekter Einstieg ins Symposium.
Der Donnerstag widmete sich, unter der Moderation von Karin Bauer Der Standard, in drei Veranstaltungstracks intensiv dem Thema Projektkrisen und Möglichkeiten deren Bewältigung.

Key Note Speaker Douglas McLennan, Projectmanager der NASA hielt ein Plädoyer für Leadership: „I can’t tell you how to be a good leader. I worked for good leaders and for bad leaders – you drastically feel the difference.“

Sein Erfolgskonzept bringt er auf drei Punkte:
  • Creative Tension is a good Thing
  • Teamwork is important
  • Leadership is critical to Success
Und stellt zum Aspekt Leadership die Kompetenz der Entscheidungsfähigkeit in den Vordergrund, die besonders in Krisensituationen von größter Wichtigkeit ist:
„You have to make decisions as a leader.
You cannot make NO decisions.
If you make a bad decision –
don’t worry, change your decision!
If you make too many bad decisions –
don’t worry, somebody else will take over!“

So schwierig es ist, eine inhaltsreiche Konferenz zusammen zu fassen, kann man einen Grundtenor nicht oft genug unterstreichen: Die „Kopf-in-den-Sand“ Strategie hilft in Krisen garantiert am wenigsten. Kompetenz für Krisenmanager ist nicht, Schwierigkeiten möglichst aus dem Weg zu gehen, sondern sie entsteht durch eine professionelle Auseinandersetzung mit dem Scheitern.

Fotos (c) projekt management austria

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