Gigabytelawinen an Prosumer Content werden täglich im Web 2.0 neu generiert. Der größte Teil davon wird in unkontrollierbarer Kommunikation am Erdball verteilt (so das geht). Im Marketing insbesondere der Werbung oft als „viral“ bezeichnet. Durch Barack Obamas gelungenes Campaigning ist diese „neue“ Kommunikationsform nun auch mit einer erhöhten Öffentlichkeit ausgestattet.

Für das Individuum ist vor allem der Schritt der zeitökonomischen „Selektion“ eine große Herausforderung - Ok, sagen wir: ein Problem!
Für Organisationen gleichzeitig eine strategische Fragestellung:
„Wie möchte ich im Web 2.0 interagieren?“
Web 2.0 als neues Verbreitungsmedium von Kommunikation (mit der Erfindung der Schrift und dem Buchdruck vergleichbar) stellt unsere Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen. Jedes neue Verbreitungsmedium konfrontiert Menschen, Organisationen und damit die Gesellschaft mit neuen und überschüssigen Möglichkeiten der Kommunikation, für deren Domestizierung und selektive Handhabung die bisherige Struktur und Kultur unserer Gesellschaft noch nicht gerüstet ist. (Siehe dazu *)
Wir können also davon ausgehen, dass wir – als Gesellschaft – diese Frage in den nächsten Jahren als einen unserer größeren evolutionären Lernschritte bezeichnen sollten. Die aktuell vorhandene Medienkompetenz ist jedenfalls bei weitem nicht mehr adäquat für die aktuell bereits vorhandenen Informationstechnologien, und diese Schere wird in den nächsten Jahren noch weiter aufgehen – mit ihr die Generationenthematik.
Was sich für derartige Veränderungen in der Natur des Lebens als evolutionär überlebensfähig herausstellte ist unter anderem das Konzept des Spielens. Durch spielerisches Lernen können wir neue Fähigkeiten besonders gut erschließen. Nur Achtung! …sehen Sie sich zum Beispiel Kinder und Jugendliche im Internet an – die Sache kann extrem zeitaufwändig werden.
Unternehmen, die nicht selbst in einen erfahrungsbasierten Know How Aufbau investieren, leisten sich zunehmend Expertenberatungen im Web 2.0 Kontext. Damit wird das harte Trainieren und Spielen eher den Profis überlassen. Auch ein ganz gutes Konzept, wie wir aus dem Sport wissen. Nur werden die eigenen Kompetenzmuskeln dabei sehr wenig aufgebaut.
Fragt sich nur noch, wer die vielen Menschen dabei unterstützt, zeiteffizient ihre individuelle Medienkompetenz zu erneuern? Da haben wir noch einiges vor uns...
(*) aus: Rudi Wimmer (2008) „Organisationsberatung als Intervention“, und
Dirk Baecker (2007) „Studien zur nächsten Gesellschaft“


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