Dienstag, 30. Dezember 2008

Was wird die Zukunft bringen?

Eine Frage, auf die es – aus konstruktivistischer Sicht – nur eine Antwort gibt:

"Das wissen wir nicht, die Zukunft ist und bleibt immer ungewiss!"


Es ist genau diese Ungewissheit, die in uns Menschen große Unsicherheiten auslöst, die wir auf vielfältige Weise zu kompensieren versuchen. Ich würde diesem Phänomen eine Reihe von Modellen und Erscheinungen zuordnen, die alle ein Angebot zur Verfügung stellen, um uns diese Unsicherheit (scheinbar) abzunehmen:
Orakel, Propheten, Seher, Hexen, Wetterfrösche, Ärzte, Trendforschung, Strategieentwicklung, Planung, Wettquoten, Meinungsumfragen, Bauernregeln, Glaubenssätze, Mentale Modelle, etc.

Dann können wir uns jedoch noch eine andere Frage stellen:
„Was glauben wir, dass die Zukunft bringen wird?“

Die Antworten auf diese Frage nehmen wir ebenfalls so konkret ernst, dass wir sie als Tatsache in unsere Zukunft projizieren.
Zum Beispiel beim Wetterbericht: „Schneeregen, 3C bei Windböen bis 80 km/h“, würden Sie wahrscheinlich nicht einen Sonntagsausflug in T-Shirt und Sandalen planen. Das ist gut so, denn sie könnten sich ernsthaft erkälten.

Durch die Summe unserer Erfahrungen und Sozialisierungen prägen wir mächtige Glaubenssätze und Mentale Modelle aus, die unser Denken und Handeln laufend beeinflussen - bewusst und unbewusst. Ein sehr effektives Instrument unserer Psyche. Banal betrachtet bilden sich etwa Typen wie Optimisten und Pessimisten aus.

Das Schöne ist, eine wesentlich differenziertere, reflektierte Haltung aufzubauen, indem wir uns diese Glaubenssätze und Mentalen Modelle bewusst machen. Unsere Annahmen sind nicht nur überprüfbar sondern auch gestaltbar, denn wir können ihnen achtsam auf den Grund gehen. So können wir alle Wahrnehmungen und Informationen bewusst überprüfen, bevor wir sie als „Tatsachen“ in unsere Erfahrungen oder Entscheidungen integrieren.

Klingt etwas aufwändig und kompliziert – ja, ist es vielleicht.
Aber man kann das üben und es bringt ein glücklicheres Leben mit sich.

Machen Sie mit bei der denkwerkstatt Umfrage – „Mich erwartet 2009…?“
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Dienstag, 16. Dezember 2008

Finanzkrisenverweigerer

„Es besteht eine wechselseitige Beziehung zwischen einem beweglichen Geist und der Fähigkeit, die eigene Perspektive zu verschieben. Ein beweglicher, flexibler Geist hilft uns, unsere Probleme von unterschiedlichen Standpunkten aus anzugehen. Umgekehrt kann der ganz bewusste Versuch, unsere Probleme ‚objektiv‘ aus verschiedenen Blickwinkeln zu prüfen, als eine Art Flexibilitätstraining für den Geist betrachtet werden. In der heutigen Welt ist das Bemühen um eine flexible Denkweise nicht nur eine selbstbezogene Übung für müßig Intellektuelle – sie kann zur Überlebensfrage werden. Im Laufe der Evolution haben die Arten, die am flexibelsten am anpassungsfähigsten gegenüber Umweltveränderungen waren, überlebt und sind gediehen… Nehmen wir eine flexible, bewegliche Haltung gegenüber dem Leben ein, können wir unsere Gelassenheit sogar unter den unruhigsten und turbulentesten Bedingungen bewahren.“ (*)


Dem muss man nicht mehr viel hinzufügen, außer den aktuellen Kontextbezug:
Ich darf Sie hiermit herzlich einladen, dem neu gegründeten
‚Club‘ der Finanzkrisenverweigerer
(mental) beizutreten.

Wir Finanzkrisenverweigerer werden…
  • …nicht jammern, sondern geistige Elastizität trainieren
  • …nicht glauben was wir lesen, sondern lesen was wir glauben
  • …Chancen fokussieren und ganzheitlich agieren
  • …uns für zukünftigen Erfolg und Balance nützlich machen

Persönlich habe ich glücklicher weise schon viele Finanzkrisenverweigerer kennen gelernt. Ich schätze Ihre Gesellschaft sehr!


Es würde mich sehr freuen, Sie zu begrüßen!
Sind Sie auch dabei?

Facebook: Gruppe #Finanzkrisenverweigerer

(*) „Die Regeln des Glücks“ S.196, Dalai Lama – 2001
Credits to XXLsmiley.de artwork (c) Gerd Gaiser