Donnerstag, 19. März 2009

Internet Famous – Wie gute Trainings funktionieren

Internet Famous ist ein hervorragendes Beispiel für „Action Learning“. So macht Training oder Entwicklungsarbeit Sinn. Genau am Thema in einem konkreten Projekt mit realen Ergebnissen werden Know How, Skills und Erfahrungen erarbeitet.

Fast würde ich mich eingangs dazu hinreißen lassen deutschsprachige gegenüber amerikanischer Universitäten zu bewerten, aber nur soviel dazu: Beides probiert kein Vergleich. Was das Kriterium der Transferierbarkeit von Studieninhalten betrifft, steht meine Wertung seit langem fest. Aus meinem Summer Term an der Harvard University in Business Case Studies, habe ich (subjektiv gefühl
t) wohl mehr Verwertbares mitgenommen als aus insgesamt ca. 7 Jahren an der Technischen Universtät Wien.

Gerade im Trainings, Weiterbildungs und Personalentwicklungsbereich halte ich „Verwertbarkeit“ für eines der wichtigsten Qualitätskriterien.

(c) internetfamo.us

Ein Beispiel
Die Internet Famous Class der Parsons New School for Design, New York City hat sich zum Ziel gesetzt, Design-Studenten in einem Wettbewerb ihre Internet Präsenz im Laufe eines Semesters zu maximieren. Blogging, Videos, Twitter, Facebook, Fotos, Online-TV etc. Alles ist für das persönliche Branding erlaubt. Im Classroom gibt es dazu regelmäßigen Austausch, Feedback und Impulsvorträge von Experten.

Note = Quote
Das heißt Ergebnisse dieser Anstrengungen sind gut messbar und werden mittels eines Quotenalgorithmus direkt in eine Note umgerechnet – fertig!

Motivation
Falls Sie sich Blog und Videos dazu ansehen möchten, werden Sie weiters bemerken: Die Menschen entwickeln dabei enorme Leidenschaft, Einsatzfreude und Motivation.

So können Trainings auch in Unternehmen funktionieren!
Aus zweierlei Hinsicht finde ich das aus einer Berater- und Trainerperspektive hervorragend:

Inhaltlich
Der Trainingsinhalt des Beispiels ist austauschbar. Ob Führung, Projektmanagement, Kommunikation, Teamwork usw. - worauf es ankommt: inhaltliche Qualitätskriterien müssen gehalten werden
* aktuell = state-of-the-art
* fundiert
* unmittelbar nützlich
* verwertbar für Teilnehmer

Methodisch
Das Setting und der methodische Aufbau eines Action Learning Szenarios kann unterschiedlich gestaltet werden. Im Beispiel universitär für Design-Studenten. In Unternehmen natürlich projekt-, aufgaben- oder rollenorientiert für die Teilnehmer. Doch auch hier gibt es einen universellen roten Faden, der mehrere Ebenen bedienen muss:
* Faktischer Know How Aufbau
* Individuelle Skill Entwicklung
* Praxiserfahrung
* Motivation und positive Erfolgserlebnisse
* Vernetzung der Teilnehmer

Wenn Sie also verleitet sind, das nächste Seminar „aus der Konservendose“ für sich oder Ihre Mitarbeiter zu buchen, überlegen Sie, ob es nicht auch schmackhaftere, lustvollere Alternativen gibt.

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