Donnerstag, 29. Oktober 2009

Digital Mindshift I

Hat sich Ihr Kommunikationsverhalten in den letzten Jahren verändert? Stellen Sie sich vor, auf Ihr Mobiltelefon und Emails verzichten zu müssen! Wo würden Sie heute stehen?

Die zukünftige Auswirkung von Web 2.0 und Social Media wird noch viel radikaler eingeschätzt. Experten sind sich einig: die jetzt stattfindende Veränderung ist gravierender als die Erfindung des Buchdruckes. Internetmedien von Facebook, Xing, Myspace und Twitter bis Youtube, Wikipedia, Flickr und Delicious, um nur einige wenige zu nennen, sind aktueller Status Quo der Digital Social Networks.




Die neuen Möglichkeiten der globalen Vernetzung von Informationen, Medien und allen involvierten Teilnehmern in Echtzeit werden unsere Gesellschaft grundlegend verändern, und damit Unternehmen, Kollaborationsformen, Teamarbeit, Organisationsformen und das private Kommunikationsverhalten jedes Einzelnen.


Davon ist nicht nur der Austausch privater und beruflicher Informationen betroffen. Alle bisher erfundenen Medien – wie Film, Fernsehen, Telefon, Radio, Email, Musik, Video, etc – fließen in einem digitalen Medium zusammen, das allen zugängig ist – dem Internet. Klassische „Sender-Empfänger“ oder „Produzent-Konsument“ Modelle verschmelzen zum „Prosumer“. Gleichzeitig sinkt die technologische Eintrittsschwelle laufend. Einen Effekt, für den früher eine Fernsehanstalt, Nachrichtenagentur, Filmteam und spezialisiertes Equipment notwendig waren, kann heute EIN Mensch mit seinem Mobiltelefon erreichen: z.B. ein Live-Video aus einem Kriegsgebiet aus zu strahlen, das weltweit Millionen Seher erreicht.


Das gilt auch für (zukünftige) Wertschöpfungsprozesse, Innovationen und Ressourcenpotenziale unserer Wissensgesellschaft.
Oder wie es Chris Anderson auf den Punkt bringt:
„Don’t underestimate the power of one million amateurs, who have a key to the factory.“


Wir reden hier nicht nur über ein Generationenthema, nicht über ein paar Lifestyle-Phantasien der Digital Natives, nicht über einen Hype und nicht über technologische Entwicklungen. Wir haben es vermutlich mit nichts geringerem zu tun, als der bisher größten strukturellen Veränderung der Gesellschaft.

Der Digital Mindshift begleitet und unterstützt die Evolution unserer Kommunikation.


Kommentare:

  1. Sounds like we are approaching TheSingularity.

    ... eine Beschleunigung der Entwicklung, die die
    Welt noch nicht gesehen hat und wir sind mitten-
    drin.

    Vergleichbar mit Gutenbergs Erfindung der be-
    weglichen Lettern, dauerte es von 1453 (korrekt?)
    einige hundert Jahre, bis Bücher und Zeitschriften
    jederman verfügbar waren (wenn auch nur über
    bestimmte Kanäle!).

    Heute: Web-2.0 mit all seinen Facetten entwickelt
    sich sein rund fünf Jahren und inzwischen hat es
    bereits große Teile von Gesellschaft (Chefredakteure,
    Ballets, Vorstände twittern) und allgemeinem Leben
    (jeder kann frei und ohne Zensur twittern an jedem
    Ort, Journalismus aus den Händen der Journalisten
    in die Finger der Nutzer und Bürger gelegt:-)).

    Das Gespräch hat erst begonnen, noch sind wir am
    Anfang und versuchen die Gimmicks zu verstehen
    und auch sinnvoll für uns nutzbar zu machen. Denn
    im Datendickicht steigen bleiben und einen Herz-
    kasper wegen Reizüberflutung zu bekommen, be-
    kommen niemandem gut.

    Fangen wir doch gemeinsam klein an und helfen uns
    gegenseitig;-)

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  2. @Ralf - genau! denn auch das gegenseitige helfen wird durch das web 2.0 einfacher ;o)

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  3. Sry aber mal ganz ehrlich, was bringts?

    Extrem viel "Geblubber" ohne Inhalt, jeder gibt seine Meinung ab, obwohl er nichts zu sagen hat und aus einem Haufen Mist müssen wir die Perlen suchen.....aus meiner Sicht kein echter Gewinn, nur die Art des Suchens wird anders.

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  4. Alles vollkommen klar & logisch ... in meinem Alter (39) gehört man ja angeblich zu den Digital Homeless - die, die also nicht genau wissen, wo sie hingehören, die viele elektronische Medien erst "begreifen" und erlernen müssen ... geb mein Bestes um ein Digital Immigrant zu werden/sein ...

    OK - JA: es gibt auch viel auf den 1. Blick nicht so sinnvolles im Web 2.0 ... gewisse Twittereien wären entbehrlich ... und dass alle im Netz "wirkliche" Freunde (facebook) sind (!?) ... naja ... trotzdem bieten sich enorme Möglichkeiten ... die Fülle ist sicherlich das Problem - die Lösung kann nur das richtige Filtern / Screening sein.

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  5. ja! das denke ich auch.
    nach einer - vorerst erfolgten - überforderung, werden wir lernen den richtigen mix zu finden: wann, wieviel, mit welchem kanal welche kommunikation sinnvoll ist bzw. unsere ziele und aufgabenstellungen unterstützt.
    in summe brauchen wir dazu auf jeden fall eine neue form von medienkompetenz. als individuen und in organisationen.

    sunshine!
    Jan A. Poczynek

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  6. Hallo Jan, ich teile deine Auffassung absolut. Allerdings mache ich als Kommunikatorin immer wieder die Erfahrung, dass zumindest beim Thema Enterprise 2.0 dicke Bretter zu bohren sind. Wir haben es immer noch mit einer großen "Ungleichzeitigkeit" beim Nutzen und Annehmen all dieser neuen Möglichkeiten zu tun. Das gleiche gilt für die vertrieblichen Chancen durchs Social Web, die noch nicht von allzu vielen genutzt werden. Aber das wird ganz sicher kommen. Das wird sich niemand überhaupt aussuchen können.

    LG, Meike

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  7. eine wunderbare präsentation. kann der inhaltlich nur voll und ganz zustimmen. da kommt wirklich eine sehr spannende revolution auf uns zu, die auch unser denken ziemlich verändern wird. ich stell noch einen link eines vortrages von prof. kruse dazu, der mir in diesem zusammenhang untergekommen ist http://blip.tv/file/2810432/

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