Montag, 23. März 2009

77 ways Twitter could make money!

Heute stelle ich Ihnen das nächste kurze Kapitel zu Twitter vor. Mein Posting "Twitter for Business" haben Sie vielleicht schon gelesen...

Seit dessen haben sich Millionen neuer User registriert
  • Die "Daily Tweets" - die Anzahl der täglichen 140-Zeichen Nachrichten - liegen derzeit bei 5 Millionen Tweets (*)
  • Seit Ende Jänner'09 - innerhalb von nur 2 Monaten - hat sich diese Quote von damals 2,5 Millionen Tweets verdoppelt
  • Insgesamt zählen wir bisher knapp 1,4 Milliarden Tweets, die online gestellt wurden - siehe GigaTweet

(c) popacular.com

Warum ist das aus einer Organisationsberatungperspektive relevant?

1)
Welche neuen Formen von Kommunikation und Kollaboration entstehen hier? Und wie werden sie sich auf Organisationen auswirken?

2) Es stellen sich Leute die Frage: "Wie macht man das zu Geld?"

Zu diesem Thema kann ich Ihnen diese Präsentation
empfehlen.

Dieses eindrucksvoll nüchterne Brainstorming von
Board of Innovation drängt uns mit den Volums-Kennzahlen oben eine Erkenntnis förmlich auf:

Twitter sollte man in Überlegungen
der (strategischen) Kommunikation nicht mehr länger vernachlässigen...
  • als Community (Zielgruppen)
  • als Informationsdrehscheibe
  • als Kommunikationsmedium
  • als Marktpotenzial
  • als Phänomen der sozialen Dynamik

* falls Sie dieses Posting nach 1-2 Jahren lesen sollten, können Sie über diese lächerlich niedrige, veraltete Zahl gerne laut lachen.

Donnerstag, 19. März 2009

Internet Famous – Wie gute Trainings funktionieren

Internet Famous ist ein hervorragendes Beispiel für „Action Learning“. So macht Training oder Entwicklungsarbeit Sinn. Genau am Thema in einem konkreten Projekt mit realen Ergebnissen werden Know How, Skills und Erfahrungen erarbeitet.

Fast würde ich mich eingangs dazu hinreißen lassen deutschsprachige gegenüber amerikanischer Universitäten zu bewerten, aber nur soviel dazu: Beides probiert kein Vergleich. Was das Kriterium der Transferierbarkeit von Studieninhalten betrifft, steht meine Wertung seit langem fest. Aus meinem Summer Term an der Harvard University in Business Case Studies, habe ich (subjektiv gefühl
t) wohl mehr Verwertbares mitgenommen als aus insgesamt ca. 7 Jahren an der Technischen Universtät Wien.

Gerade im Trainings, Weiterbildungs und Personalentwicklungsbereich halte ich „Verwertbarkeit“ für eines der wichtigsten Qualitätskriterien.

(c) internetfamo.us

Ein Beispiel
Die Internet Famous Class der Parsons New School for Design, New York City hat sich zum Ziel gesetzt, Design-Studenten in einem Wettbewerb ihre Internet Präsenz im Laufe eines Semesters zu maximieren. Blogging, Videos, Twitter, Facebook, Fotos, Online-TV etc. Alles ist für das persönliche Branding erlaubt. Im Classroom gibt es dazu regelmäßigen Austausch, Feedback und Impulsvorträge von Experten.

Note = Quote
Das heißt Ergebnisse dieser Anstrengungen sind gut messbar und werden mittels eines Quotenalgorithmus direkt in eine Note umgerechnet – fertig!

Motivation
Falls Sie sich Blog und Videos dazu ansehen möchten, werden Sie weiters bemerken: Die Menschen entwickeln dabei enorme Leidenschaft, Einsatzfreude und Motivation.

So können Trainings auch in Unternehmen funktionieren!
Aus zweierlei Hinsicht finde ich das aus einer Berater- und Trainerperspektive hervorragend:

Inhaltlich
Der Trainingsinhalt des Beispiels ist austauschbar. Ob Führung, Projektmanagement, Kommunikation, Teamwork usw. - worauf es ankommt: inhaltliche Qualitätskriterien müssen gehalten werden
* aktuell = state-of-the-art
* fundiert
* unmittelbar nützlich
* verwertbar für Teilnehmer

Methodisch
Das Setting und der methodische Aufbau eines Action Learning Szenarios kann unterschiedlich gestaltet werden. Im Beispiel universitär für Design-Studenten. In Unternehmen natürlich projekt-, aufgaben- oder rollenorientiert für die Teilnehmer. Doch auch hier gibt es einen universellen roten Faden, der mehrere Ebenen bedienen muss:
* Faktischer Know How Aufbau
* Individuelle Skill Entwicklung
* Praxiserfahrung
* Motivation und positive Erfolgserlebnisse
* Vernetzung der Teilnehmer

Wenn Sie also verleitet sind, das nächste Seminar „aus der Konservendose“ für sich oder Ihre Mitarbeiter zu buchen, überlegen Sie, ob es nicht auch schmackhaftere, lustvollere Alternativen gibt.

Dienstag, 3. März 2009

Wo früher Angst war, ist jetzt Inspiration

Stellen Sie sich folgende Szene vor:
1944, Alliertenbombardements. In Berlin Mitte stopfen sich über 5000 Menschen aus der Zivilbevölkerung tagelang in einen Bunker, der nur für 1500 Menschen konzipiert wurde. Auf 5 Stockwerken unter einer 3,20 Meter dicken Stahlbetondecke eingezwängt, verbringen sie Tage der Angst in 120 niedrigen Betonkammern mit feuchten Wänden, teilweise in absoluter Dunkelheit, weil der Strom ausfällt.


Foto (c) Sammlung Boros

Heute, 65 Jahre später ist aus dem Ort der Angst das wohl aufwändigste Ausstellungshaus für eine Privatsammlung zeitgenössischer Kunst in Deutschland geworden – ein Ort der Inspiration und kreativen Auseinandersetzung.

Sammlung Boros – Bunker Berlin Mitte
– eröffnete Sommer 2008 (*)

Foto (c) Sammlung Boros

Christian Boros hat die Grundstruktur des Gebäudes durch scheinbar kleine Veränderungen in ein beeindruckendes Raumgeflecht umbauen lassen. „Scheinbar“ nur deshalb, weil in mehreren Jahren Arbeit Spezialbeton zerschnitten werden musste, dessen Durchhärtung 30 Jahre (!) gedauert hat. Heute sind viele der Werke dem Gebäude selbst gewidmet, andere wirken perfekt integriert, weil sie räumlich eingepasst wurden und nur für ein Kunstobjekt wurde eigens ein Raum geschaffen. Es ist gleichzeitig der (derzeit) bekannteste Vertreter in der Sammlung: Olafur Eliasson – u.a. Schöpfer der New York City Waterfalls.

Foto (c) Sammlung Boros

Viele kleine Details im Bunker, seine Geschichte und kurze Gedanken an den früheren funktionalen Zweck bringen immer wieder kurze Momente der Beklemmung mit sich. Sie erzeugen eine extrem hohe Spannung. Diese Energie mutig und minimalistisch in kreative Inspiration zu Verwandeln ist eine hohe Kunst für sich.
  • Dieser Ort ist ein „Must See“ für Kunstinteressierte in Berlin.
  • Der Bunker ist eine Metapher für Verwandlung im positven Sinn.
  • Lebende Zeitzeugen haben trotz Einladung nie wieder einen Fuß in den Bunker gesetzt.

* Sammlung Boros kann jeden Samstag und Sonntag nach Voranmeldung besucht werden.