Mittwoch, 30. Dezember 2009

"Viel Glück im neuen Jahr!"

...das ist so oft und so leicht gesagt, doch was könnten wir uns dabei denken?

Ich lade Sie zu einem philosophischen Neujahrsgruß ein:


Viel Glück im neuen Jahr!

Ist "ein" Glück nicht genug zum glücklich sein?

Oder brauchen wir doch besser: "viel"?
Schließlich ist "viel" und besser vielbesser.
Und "viel" klingt auch sehr viel-versprechend.

Aber wieviel ist denn "viel" Glück?
Womöglich ist "viel" gar nicht tragbar?
Etwa sogar mehr als man braucht?
Wäre "viel" denn am Ende unbescheiden?

Und was machen wir mit dem vielen Glück aus dem Vorjahr?
Aufheben? Dann hätte ich schon eines fürs neue Jahr.
Aber kann ich es auspacken, wenn ich's brauche?
Und verstaubt es inzwischen oder wird's rostig?

Könnte jemand anders dieses Glück rauben?
Wenn ich gerade… schlafe zum Beispiel?
Und bleibt die Verpackung dann liegen?
Gibt's dafür einen Versicherungsschutz?

Sollten wir das Glück dann nicht besser gleich einsperren?
Aber wie weiß ich dann, ob's noch da ist?
Vielleicht indem ich das halbe Glück mitnehme?
Macht mich die fehlende Hälfte dann ganz unglücklich?

Womit kann ich mein Glück eigentlich abmessen?
Damit ich weiß, ob es viel ist?
Oder ob noch etwas für mich da ist?
Ob ich jetzt gerade Zeit hab für Glück?

Und was, wenn ich gerade jetzt einen Augenblick Glück habe?
Kann ich das Glück erkennen und achtsam genug sein?
Und könnte dieser Augenblick scheinbar ewig dauern?
Ist alles Glück immer in jedem Augenblick?

Was ist dann noch der Unterschied zwischen Glück,
Liebe, Licht, Gott und dem Universum…?


I wish You, a year full of Sunshine!

Jan A. Poczynek

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