Montag, 20. Dezember 2010

Der Weihnachts Flashmob!

Alles bewegt sich weiter... Santa Bär und Rudilein das Rentier planen diesmal etwas innovatives - wie dieses Video zum "Weihnachts Flashmob" zeigt...



Auch die Familie als soziales System ist - so wie Organisationen auch - nicht vor den gesellschaftlichen Veränderungen ausgenommen. Weihnachten organisiert sich zunehmend moderner. Punschrunden werden im Vorfeld auf Social Media Plattformen koordiniert, Geschenke auf Amazon bestellt und diese ab 25. wieder auf eBay verkauft. Seine Familie in Übersee trifft man auf Skype und postet dann die Fotos auf Flickr - usw.

Wie auch immer - versuchen Sie es zu genießen. In diesem Sinne...

Freitag, 3. Dezember 2010

Braucht Ihr Unternehmen ein Leitbild oder ein Blutbild?

Beim heutigen Österreichischen IT- und Beratertag in der Wiener Hofburg stand das Thema „Werte“ im Fokus. Mein Besuch einer Podiumsdiskussion: „Leitbilder zum Erfolg“ hat mich zu diesem Posting angeregt.

Nicht zum ersten Mal wurde das Thema „Leitbilder von Organisationen“ – nach meinem Empfinden – von der falschen Seite herum diskutiert. Nämlich so, als könne man ein Leitbild in Form einer Führungsmaßnahme „erstellen“ …dann kommunizieren, im Idealfall vorleben und damit umsetzen -
was bereits der Titel "Leitbilder zum Erfolg" suggeriert.

Darauf hätte ich nämlich eine metaphorische Gegenfrage:
„Haben Sie schon mal versucht, sich ein Blutbild zu erstellen?“
 


Was assoziieren Sie damit?
Arztbesuch… Blutabnahme… Laborauswertung… Diagnose… Es gibt dann so etwas wie Parameter mit ‚gesunden‘ Normbereichen – wie Hämoglobin, Leukozyten, Erythrozyten, Cholesterin, Blutzucker, etc.

Genau richtig! Und bei Leitbildern in Unternehmen sind das:

  • Orientierung am Kunden
  • Qualität in Produkten und Services
  • Innovationskraft für neue Lösungen
  • Mitarbeiter als wertvollstes Gut
  • Wertschätzender Umgang und Respekt
  • Wirtschaftliche Stabilität
  • Nachhaltigkeit
…oder so ähnlich – und die Normbereiche können Sie sich dazu imaginieren. Das ganze wird verpackt in einen sündhaft teuren Hochglanzfolder oder noch besser gerahmt im Eingangsfoyer.

Meine Empfehlung an Sie, wenn Sie über Leitbilder nachdenken:

  • Sehen Sie Ihr Leitbild mehr wie ein Blutbild, das Sie nicht mit einigen Kollegen in einem Workshop subjektiv ermitteln
  • Machen Sie – wenn Sie das unbedingt möchten – eine professionelle kulturelle Diagnose der Organisation
  • Dann aber vergessen Sie die Fantasie auf das Leitbild direkten Einfluss zu nehmen, geschweige denn es vorgeben zu können
  • Machen Sie sich bewusst, dass Sie manche Parameter – quasi die „Blutgruppe Ihrer Organisation“ - nicht ändern werden
  • Überlegen Sie, ob Sie als Führungskraft so handeln, wie es gesund für die ganze Organisation ist
  • Ergreifen Sie rasch Maßnahmen, wenn Sie „Krankheitsbilder“ erkennen (z.B. Absatzrückgang, Gewinnrückgang, Liquiditätsrückgang, Motivationsrückgang)
Vielleicht werden Sie dann viel mehr auch andere Instrumente einbeziehen (müssen), die strategischer, struktureller und kommunikativer Natur sind und Ihr Leitbild erfolgreich evolutionär weiterentwickeln

Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.

Montag, 15. November 2010

E-Learning via Avatar: Grenzen und Herausforderungen

E-Learning liegt im Trend. 
Dafür gibt es zahlreiche Gründe. 
Und es handelt sich dabei um einen Milliardenmarkt.



Ein Grund dieses Booms sind die vielen attraktiven Versprechungen:
  • skalierbare Vermittlung von Wissen
  • multimediale Aufbereitung der Inhalte
  • realitätsnahe Simulation von Praxissituationen
  • zeitliche Flexibilität von Lerneinheiten
  • Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit
  • geografische Unabhängigkeit der Lerneinheiten
  • Einsparung von Reisekosten
  • Einsparung von Trainingskosten
Das wäre zumindest das Idealbild, wie es Führungskräften und HR-Managern oft angepriesen wird. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick in die Materie des Blended Learnings. Die aktuellen Grenzen und Herausforderungen zu analysieren und dieses Konzept für die jeweilige Organisation mit ihrer vorhandenen Kultur zu hinterfragen.

Detaillierte Ideen und Überlegungen finden Sie dazu in meinem Interview 

(aus DerStandard vom 30.11.2010)
 
> „E-Learning via Avatar


Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
Sind wir Avatare?
Virtuelle Teams
Digital Natives sind...


Donnerstag, 4. November 2010

Sind wir Avatare?

Ein Avatar – im weitesten Sinn des Hinduismus - ist eine personifizierte Gottheit.
In computerbasierten Annwendungen und Spielen ist das meist eine grafische Figur, die sich als Stellvertreter einer Person in den diversen ‚Erlebnisräumen‘ bewegt und dort mit anderen interagiert.

Ich konnte mir das lange nicht sehr plastisch vorstellen, bis ich diesen TED-Talk erstmals sah.




Das Video ist von der ersten bis zur letzten Sekunde sehenswert. Ein Lehrbeispiel für visionäres Denken, das ich gerne in Führungstrainings verwende. James Cameron – Regisseur des erfolgreichsten Films aller Zeiten „Avatar“ – erklärt unter anderem in diesem Vortrag, warum er an die Zukunft der Avatare glaubt @ 9‘40“:

„Für die Dreharbeiten der Eröffnungssequenz von 'Titanic' tauchten wir mit einem U-Boot zum Schiffswrack. Von dort aus lenkte ich ein mit Scheinwerfer und Kamera ausgestattetes Mini-U-Boot ferngesteuert ins Wrack. 

Und nun, da bin ich: an Deck innerhalb der gesunkenen Titanic. Mein Bewusstsein war IN diesem Vehikel. Ich fühlte mich, als wäre ich physisch präsent im Schiffswrack. Und dann hatte ich das surrealste Deja-Vu, weil ich wusste genau, wenn ich nun um die Ecke ‚gehe‘ wie es da aussehen würde - noch bevor es der Lichtkegel freigab - schließlich habe ich Monate am nachgebauten Filmset verbracht. Damit machte ich die tiefe Erfahrung der Telepräsenz und dass man sein Bewusstsein in ein anderes, robotisches Vehikel injizieren kann.“  (sinngemäß übersetzt)

Ich Teile seine Meinung, auch wenn ich dem Kerl da unten mein Bewusstsein noch nicht so ganz injizieren konnte.  ;o)


@poczynek

Nach dem Hype von SecondLife seit 2003 wurde dieser Trend zuletzt von vielen wieder totgesagt. Das ist ein Irrtum. Zum einen wird SecondLife weiterhin aktiv verwendet und zum anderen entstehen laufend neue Konzepte und technisch ausgereiftere Lösungen, wie etwa das virtuelle Europäische Parlament Citzalia oder die neue virtuelle Welt der Sony Playstation Home.  

Warum ist das relevant?
Dass sich unsere Kommunikation im Computerzeitalter dramatisch verändern wird, haben Sie auf diesem Blog schon öfter als 1-2 mal gelesen. Damit wird sich aber auch unsere Interaktion dramatisch verändern. Für Kontexte wie Trainings, Projektarbeit in virtuellen Teams, Führung in internationalen Matrixorganisationen oder allgemein globale Teambildungen werden völlig neue Möglichkeiten entstehen. 

Da wird es besonders für internationale Unternehmen - abseits eines spannenden Kinobesuches - dann schon um einiges interessanter.

Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
Virtuelle Teams
Digital Natives sind...
Digital Mindshift I


Freitag, 15. Oktober 2010

"Die Zukunft der Online-Welt"

 - Was das Web 2.0, Social Media und Mobility für die Zukunft des Projektmanagements bedeuten -

lautete der Titel meines Vortrages beim pma focus 2010 im Austria Center Vienna. Unter dem Motto "Vision 2020" waren Denkimpulse für ca. 400 Projekt- und Programmmanager gefragt, um sich fit zu machen für neue Herausforderungen.

Sehen Sie sich gerne meine Präsentation als Prezi unten an...  
oder zum Download (als PDF 11MB)

click play - dann rechts unten "More" und "Fullscreen" aktivieren

Nach mehreren Jahren auf PM Symposien als Teilnehmer oder Vortragender habe ich dieses Jahr die Inhalte besonders inspirierend gefunden. Was mich am meisten beeindruckt hat, war der deutliche rote Faden, der sich an diesem Tag durch die Beiträge gezogen hat, und zwar:
Wer in Zukuft erfolgreich bleiben möchte, muss... 
  • Komplexität managen können
  • Selbstorganisation fördern
  • neue Kollaborationsformen integrieren
  • mit Unterschiedlichkeit konstruktiv umgehen können  ...und
  • Kontrolle durch Vertrauen ersetzen

Die 'neuen' Projektmanager - dazu bald mehr auf meinem Blog...


Im Gespräch mit Heidi Aichinger (DerStandard)

Diesen Kernbotschaften kann ich nur zustimmen und wünsche Ihnen viel Erfolg bei den nächsten Schritten in Ihren Projekten und Programmen.

Danke für einen sehr gelungenen Tag mit der PM Community!

Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
Digital Mindshift I


Creative Commons Lizenzvertrag

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Social Media Revolution 2

"Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte."

...und 5000 Bilder mit der Musik "Right Here, Right Now" von Fatboy Slim sagen dann vielleicht mehr als 5 Millionen Worte...  

 (c) 1999 - skint, Fatboy Slim "Right Here Right Now"


Wie auch immer. Weil mich zuletzt so viele Menschen bei meinen Vorträgen auf dieses Video ansprechen, sei es hier noch einmal verewigt.

Eine der besten Zusammenfassung der Social Media Dynamik in 4 Minuten:




Doch Achtung: Die Statistiken werden in wenigen Monaten sicherlich schon von neuen, atemberaubenden Werten überholt sein!

Weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
Die Zukunft der Online-Welt 
  

Montag, 11. Oktober 2010

Eine Projektmanagement Zeitreise

Glaubt man Projektverantwortlichen, Unternehmensberatern, Trendforschern, Wirtschaftsforschungsinstituten, Kulturforschern, geschätzten Kollegen und der eigenen Meinung, dann wird die Bedeutung von Projektarbeit - in Organisationen und in unserer Gesellschaft insgesamt - in den nächsten Jahren weiter rasant steigen.


Österreichs größtes Projektmanagement Symposium – der pma focus – widmet sich deshalb heuer dem Thema: „Vision 2020“
Brigitte Schaden – Vorstandsvorsitzende p-m-a und Präsidentin IPMA – 
stellt an diesem Tag die Fragen:
  • Was wird die Projektmanagement Branche in den nächsten zehn Jahren alles so erwarten?
  • Wie rüsten sich ProjektmanagerInnen, um erfolgreich die Zukunft mit gestalten zu können?
  • Wo werden sich neue Geschäftsfelder für das Projektmanagement auftun?
Ich freue mich sehr, mit meinem Vortrag einen Beitrag zu diesem spannenden Diskurs zu leisten:

Die Zukunft der Online Welt 
- Was das Web 2.0, Social Media und Mobility für die Zukunft des Projektmanagements bedeuten

Es würde mich freuen, Sie am 14. Oktober in Wien persönlich zu begrüßen.

>> Veranstaltungsdetails


Dienstag, 28. September 2010

„Ich hab keine Ahnung“

„Mein lieber Freund – also wenn Du mich fragst kann ich Dir sagen: 
ich hab‘ keine Ahnung, was da los ist!“

Das sind große Worte von Heinz von Foerster – einem der Mitbegründer der Kybernetik und des radikalen Konstruktivismus.


 Der "Ouroberus" (c) Wikipedia

Ich empfehle dieses Video als 5 Minuten Inspiration zum Querdenken. Heinz von Foerster spricht – mit bereits über 90 Jahren – unter anderem über die ‚vorwissenschaftlichen Zeiten‘, wo es noch viel mehr um die Zusammenhänge ging, im Gegensatz zum Separieren, Zerteilen und Analysieren von Teilproblemen.

Dabei zitiert er auch den Ouroboros, der als antikes, mystisches Schlangensymbol für einen in sich geschlossenen Kreislauf steht. Parallelen kann man von der Kundalini-Schlange des Hinduismus bis zur Autopoiesis der Systemtheorie ziehen.





Weiterführende Blog-Postings zu diesem Thema:
Nicht Philosophie
Die Beobachtung der Kommunikation

 

Samstag, 25. September 2010

Prezi zu "Digitales Managen"

Meinen Impulsvortrag am Symposium "Digitales Managen" vom 24. September 2010 illustriert die unten folgende Prezi.




click play - dann rechts unten "More" und "Fullscreen" aktivieren

Die Grundhypothese:
Früher haben Unternehmen (meist top down) eine Strategie entwickelt, sich dafür strukturiert oder organisiert und dann ist noch - mehr oder weniger gewollt - dazu eine Unternehmenskultur entstanden.

Diese Abfolge wird im heutigen Umbruch - dem Übergang zu einer Computer-Gesellschaft - nicht mehr so zu beobachten sein. Unternehmen werden zunächst - und vor allem - über eine kulturelle Dimension mit Veränderungen konfrontiert. Erst aus ausreichend intensiven Irritationen dieser Dimension entstehen dann langsam Strukturen und in Folge Strategien, die der eher neuartigen Social Media Kommunikation einen Stellenwert einräumen.

Kultur - Struktur - Strategie
Oder wie es ein pointierter Spruch gut ausdruckt:
"Culture eats Strategy for Breakfast!"
 
Einige weiterführende Blog-Postings zum Thema sind:
Web 2.0 - Information & Evolution
Digital Mindshift I
Sind Digital Social Networkers professionell ernst zu nehmen?

Creative Commons Lizenzvertrag

Dienstag, 21. September 2010

Bitte weiter sagen!

Die denkwerkstatt sucht eine(n) AssistenIn.
Über Bewerbungen - vielleicht mit Ihrer persönlichen Empfehlung - würde ich mich sehr freuen. >> Jobprofil als PDF 


Meine Schwerpunktthemen haben sich in den letzten beiden Jahren in verschiedensten Kundenprojekten wunderbar entwickelt. Strategie-, Führungskräfte- und Organisationsentwicklung, die Beratung von Projektmanagement- und Social Media Innovationen in Organisationen und allgemein die Gestaltung von Veränderungsprozessen.


Um für das weitere Wachstum und den Ausbau des internationalen Netzwerkes D-A-CH nicht in einen Zustand wie auf diesem Foto zu kommen, ist nun also die Zeit reif zu expandieren.


Ich freue mich sehr auf Ihre Empfehlungen, Hinweise und Rückmeldungen.



Montag, 13. September 2010

Blogparaden wirken!

Ich bedanke mich zuerst herzlich bei allen Teilnehmern, Posters und Retweeters der Blogparade „Digitales Managen“. Ein volles Dutzend (*) von erstaunlichen 12 Beiträgen ist das Resultat. Was für eine tolle Unterstützung innerhalb der Online-Community und das offensichtliche Zeichen für ein hohes Interesse an diesem Thema.

 
Die Gewinner der Verlosung

Wenn ich mich da kurz an meine Zeit als Führungskraft im Unternehmen erinnere…
Wäre ich da auf die (verrückte) Idee gekommen das Ziel zu formulieren:
„Ich brauche bitte innerhalb von 4 Wochen mehrere, kompetente Artikel zu XYZ und zwar aus Unterschiedlichsten Perspektiven.“ 

Dann würde ich sagen, es wäre entweder ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, oder vielleicht 1 Artikel entstanden, oder - am ehesten - mit einem ‚sinnlosen Kraftakt‘ zu bezeichnen gewesen.
Für mich einmal mehr der direkte Beweis, dass uns Social Media völlig neue Möglichkeiten und Ressourcen eröffnen.

Die Beiträge im Überblick


Die Gewinner der Verlosung
Als Dankeschön wurden 3 Tickets (durch meine beiden Söhne blind) verlost.
Die Gewinner sind: Bauer42, TheMashazine & WalkYourTalk (siehe Foto)

Ich freue mich sehr, Sie am Symposium zu begrüßen.


* Ich bedanke mich für nachträglich eingelangte Postings!

Samstag, 7. August 2010

Blogparade: „digitales managen“

Mitmachen und Symposium-Tickets gewinnen

Am 24. September findet in Wien das Symposium „digitales managen statt, das ich gemeinsam mit der Beratergruppe Neuwaldegg organisiere. Ein Ziel dieser Veranstaltung ist es, Brücken zu bauen und ‚Generationen‘ zu verbinden, denn die Perspektiven aus Management und Unternehmensführung sowie jene aus der Web 2.0 Community sollen sich in einem inspirierenden Dialog treffen. Dieser Tag widmet sich dem

Fragenkomplex:  
Wie sich Web 2.0 und die Social Media Kommunikationskultur auf die Zukunft von Unternehmen auswirken?


Blogparade
Im Vorfeld dazu gibt es eine Blogparade, die möglichst viele Facetten zu dieser Fragestellung zu Tage fördern soll. Unter allen teilnehmenden Interessenten werden 3 Eintrittskarten für das Symposium im Wert von je € 290,- verlost.

Was ist eine Blogparade?
Ein Blog-Karneval bzw. eine Blogparade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blogger als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen.
(aus http://blog-parade.de/faq)

So können Sie teilnehmen
a) Schreiben Sie einen Beitrag auf Ihrem Blog der auf einer dieser Fragen aufbaut:
  • Wie wird sich das Web 2.0 und die Social Media Kommunikationskultur in Zukunft in Unternehmen auswirken?
  • Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit Social Media (in Unternehmen) gemacht?
  • Wie steht es um die viel beschriebene Kluft zwischen Digital Natives und älteren Generationen?
  • Welche Chancen oder Risiken für Unternehmen und das Management sehen Sie (kommen)?
b) Nehmen Sie an der Blogparade teil:
  • Helfen Sie bitte aktiv mit, die Blogparade via Twitter, Facebook, Xing, etc. zu verbreiten: Hashtag. #dmv10 und Shortlink: http://ow.ly/2msLi 
  • Bitte verwenden Sie in Ihrem Beitrag den Banner, den Sie unten als html-Code finden.
  • Verlinken Sie Ihren fertigen Beitrag zu diesem Artikel (als Backlink und/oder Link in einem Kommentar am Ende dieses Postings)

Wir freuen uns über ausführliche Beiträge und behalten uns vor, inhaltslose Postings von der Verlosung auszuschließen. Bei der Verlosung werden alle neuen Beiträge bis einschließlich 10. September 2010 berücksichtigt. Die Eintrittskarte kann nicht in Bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sie möchten teilnehmen, können aber leider nicht zum Symposium kommen?
Über Ihren Beitrag würden wir uns trotzdem sehr freuen. Bitte merken Sie in Ihrem Kommentar an: „Ohne Verlosung“. Im Nachklang des Symposiums können wir Ihnen gerne die veröffentlichten Dokumentationen zur Verfügung stellen. 

Sie haben keinen Blog und möchten trotzdem teilnehmen?
Verfassen Sie Ihren Beitrag bitte als ausführlichen Kommentar unter diesem Artikel und vergessen Sie nicht Ihre Kontaktmöglichkeit (Name, Emailadresse) anzugeben.

Banner-Code
<a href="http://blog.poczynek.org/2010/08/blogparade-digitales-managen.html"><img title="Blogparade Digitales Managen" src="http://www.poczynek.org/downloads/DigitalesManagenBlogparade_432x180.jpg" alt="Blogparade Digitales Managen" /></a>


Ich bin schon sehr gespannt auf die verschiedenen Aspekte, die Sie aufgreifen werden, und wünsche Ihnen einen guten Fluss beim Schreiben!

Hier finden Sie das detaillierte Programm des Symposiums.

Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich beim Team der Blögger Initiative – Nicole Arnitz, Hannes Offenbacher und Luca Hammer - für die Inspiration zu meiner ersten Blogparade.


Liste aller Beiträge
: : GhezzoNetWorx : : Digitales Managen - Mein Beitrag zur Blogparade
: : PM-Blog : : Business 2.0 – Das Lady Gaga Prinzip
: : PJMB : : Wie hat mich Social Media weitergebracht?
: : corporate clouds : : Blogparade: Digitales Managen
: : WalkYourTalk : : Soziale Netzwerke – Phantom oder Mafia?
: : TheMashazine : : Waren alle Blogger Streber?
: : datenschmutz : : Symposium: Digitales Managen
: : Digital Affairs : : Kalendereintrag: Digitales Managen
: : Bauer42 : : Gratis IT-Services für alle!
: : pibako : : Beitrag zur Blogparade – Digitales Managen
: : K.Kramer : : Digitales kann nur analog gemanagt werden
: : projekt (B)LOG : : Web 2.0 im Projektmanagement
: : digiom : : Die Kraft der Namen im Social Web und wie man diese zähmt (oder auch nicht)



Mittwoch, 4. August 2010

Der Kognitive Überschuss der Gesellschaft

"cognitive surplus" nach Clay Shirkey.

Falls man sich die Frage stellen möchte, ob Social Media Kommunikation unsere Gesellschaft verändern wird, ist Clay Shirkey - Autor von "Here comes everybody" - eine inspirierende Quelle.
In seinem neuen Buch "Cognitive Surplus" und seinem TED-Talk (Video) beschreibt er den Wandel von einer passiv konsumierenden Gesellschaft zu einer aktiv produzierenden und vernetzten.





Highlights aus diesem Video sind:
Shirkey stellt das überlieferte Menschenbild eines Homo oeconomicus aus dem 20 Jahrhundert - der rational, selbstmaximierende Akteur - als unhaltbares Konzept in Frage. Er skizziert plastisch u.a. an einer Studie wann soziale Rahmenbedingungen eine viel stärke Wirkung und funktionalere Kulturen entfalten als vertragliche oder monetäre Vereinbarungen. Er sensibiliert weiters für eine klare Unterscheidung, wann es nun auf die ökonomische Kompenente eines Kontraktes ankommt und wann auf die soziale. Dabei Stellt er das Prinzip der Großzügigkeit in den Vordergrund, weil es vorhanden ist und gefördert werden kann.

Seine stärkste Hypothese lautet, dass die 'Couch Potatoes' des 20. Jahrhunderts, deshalb zu solchen geworden sind, weil auch das mediale Angebot (vor allem TV) darauf ausgelegt war, nicht weil der Mensch grundsätzlich faul wäre. Dieses Angebot verändert sich durch Social Media grundlegend und aus Konsumenten werden Produzenten bzw. "Prosumer". Phänomene wie etwa das Werk einer Wikipedia entstehen dann aus einer Vielzahl großzügiger, freiwilliger Beiträge.

Dieses Prinzip des "cognitive surplus" als Ressource - behauptet Shirkey - gilt es für die Zukunft zu verstehen, weil es unserer Gesellschaft von hohem Nutzen sein wird.

Samstag, 31. Juli 2010

„digitales managen“ – Symposium in Wien

Wie Facebook, Twitter & Co. Entscheidungen und Kommunikation in Unternehmen verändern

Eine Frage, die
sich Führungskräfte und Berater stellen sollten:
Sind Social Media Kinderspielzeug und Freizeitvernichtung oder ein relevanter Treiber für zukünftige Entwicklungen in Organisationen? Und damit Teil einer Management Agenda?
















Das Ziel
Die Veranstaltung richtet sich an Führungskräfte, Managerinnen, Beraterinnen und Web 2.0-Interessierte, die Anwendungsfelder und Einfluss von Social Media in Organisationen kennenlernen und diskutieren wollen, sowie Impulse für die eigene Arbeit generieren.

Folgende Fragestellungen wollen wir interaktiv bearbeiten:

  • Wie sehen aktuelle Entwicklungen der Social Media Landschaft aus?
  • Welche Chancen und Risiken stecken hinter Vernetzung und Transparenz?
  • Welche Anwendungsmöglichkeiten und Erfahrungen gibt es bereits in Unternehmen?
  • Welche unterschiedlichen Sichtweisen haben Experten und Digital Natives auf diese Entwicklungen?
  • Welche Auswirkungen haben Social Media auf Management-Funktionen wie Strategie, Innovation, HR, Marketing & Sales, Corporate Communication u.a. bis hin zu Wertschöpfungsprozessen?
Die Referenten
  • Luca Hammer (Blogger)
  • Bernhard Heinzlmaier (Jugendkulturforscher, Universität Wien)
  • Haymo Meran (Gentics)
  • Jan A. Poczynek (Organisationsberater & Blogger)
  • Dieter Rappold (vi knallgrau)
  • Werner Reiter (A1 Telekom)
  • Thomas Siegner (Cirquent)
  • Gerhard Hochreiter und Gerald Mitterer (Beratergruppe Neuwaldegg)
Details zur Veranstaltung
Wann: Freitag 24. September 2010, 10-19.00 Uhr
Wo: Wien, Terrasse am Kahlenberg
Preis: € 290,- (exkl. 20 % MWSt., inkl. Verpflegung)
Anmeldung: via Email

Es freut mich sehr, dieses Symposium mit der Beratergruppe Neuwaldegg gemeinsam zu veranstalten. Weitere Informationen finden Sie auf der detaillierten Veranstaltungsseite oder sehr gerne in einem persönlichen Gespräch.

Einige weiterführende Blog-Postings zum Thema sind:

Blogparade: „digitales managen“
Web 2.0 - Information & Evolution
Digital Mindshift I
Sind Digital Social Networkers professionell ernst zu nehmen?

Montag, 19. Juli 2010

Digital Natives sind...

Wie kommt es dazu, dass sich nach 1980 geborene zu Digital Natives entwickeln können und dass diese oft grundsätzlich anders ticken als vorhergehende Generationen.

Benjamin (6 Jahre, oben) eröffnete selbst diese Skypekonferenz.

Kleine Kinder
Ein paar Wochen nach den 80er Jahren ... meine beiden Söhne sind heute 4 Jahre und 6,5 Jahre alt. Und es fasziniert mich, was sie sich alles vorstellen können. Es ist für sie aber sehr schwierig bis unmöglich in ihrer derzeitigen Welt voller Selbstverständlichkeiten Unterscheidungen zu
treffen, die sie (noch) nicht kennen oder nicht in Verhältnis setzen können. Ein paar Beispiele dazu:
  • unser Jüngerer denkt, dass es noch Dinosaurier gab als Papa ein Kind war, weil: Dinosaurier sind vor ‚laaaanger‘ Zeit ausgestorben und Papa ist ja auch schon lange auf der Welt.
  • eine andere Schlussfolgerung: Weil es früher noch keine Handys gab, hat es in Papas Kindheit sicher auch keine Autos, keine Eisenbahnen, keine Flugzeuge und keine Hochhäuser gegeben.
  • vor kurzem erlebte ich mit unserem Älteren, welch hohe Vorstellungskraft (selbst meinerseits) es braucht, sich zu imaginieren, dass mittelalterliche Kathedralen OHNE Strom, Kräne, Muldenkipper und Bagger errichtet wurden.
  • Was ihnen gar nicht einleuchtet, ist die Tatsache, dass es früher KEIN Internet gab. Es ist für sie (als nicht objekthaftes Phänomen) - ähnlich wie Sprache oder Luft - nicht wegzudenken.
Digital Natives
Wir sprechen also von einem fundamentalen Selbstverständnis für das mobile Internet, wenn wir Digital Natives beschreiben, da diese Generation seit Geburt an von Internet- und Telekommunikationstechnologien umgeben war. Sie quasi wie Muttermilch aufgenommen hat und wie Luft geatmet hat. Für Digital Natives gibt es viele Unterschiede nicht mehr oder besser: diese Unterschiede sind nicht mehr relevant.

In einer groben Charakterisitik könnte man sagen: Digital Natives

  • nutzen vielfältige digitale Ressourcen, die online verfügbar sind
  • vernetzen sich konsequent
  • interagieren sozial sowohl online als auch face-to-face
  • orientieren sich mehr an Interessen und Respekt als an Hierarchie
  • bauen eine „online Reputation“ in ihren Netzwerken auf
  • produzieren Beiträge in ihren Communities ("prosumer")
  • kollaborieren über kulturelle grenzen hinweg (virtuell)
  • teilen Wissen und Information mit hoher Offenheit
  • sind aufmerksame Beobachter, was ihre Interessensfeldern betrifft
  • führen oft selbst (temporäre) Interessensgruppen an
  • kommunizieren bilateral vor allem in Echtzeit (instant)
  • verstehen ihr eigenes Verhalten als "die Normalität"
  • fühlen sich dadurch insgesamt nicht überfordert
Ein guter Indikator für deren Selbstverständnis für das Internet ist das Nichtvorhandensein. So wie uns der elektrische Strom nur bei einem Stromausfall bewusst wird, weil er uns sonst nicht in den Sinn kommt, ist das „offline sein“ eine Form der Bewusstwerdung. Das bedeutet zeitweise in einem Modus dieser "Limitierung" zu sein.

Die neuen Unterschiede lauten

  • „Online“ oder „Offline“ bzw.
  • „digital sozial vernetzt“ oder „nicht digital sozial vernetzt“
Und sie treffen auf uns alle zu.


Die (virtuelle) Realität
Digital Natives leben nicht in "ihrer isolierten eigenen Welt", wie das oft anachronistisch dargestellt wird. Was mit "virtuell" oft eine Assoziation von "unwirklich" hervorruft, sollte man daher rasch überdenken, denn Digital Natives leben und bewegen sich in unser aller realen Welt.Sie haben dafür jedoch eigene Perspektiven, Kommunikationsformen und Kulturaspekte zur Verfügung.


Dienstag, 6. Juli 2010

Digitaler Migrationshintergrund

Wenn ich über „Digital Immigrants“ spreche, meine ich damit Personen, die vor 1980 geboren sind. Deren Kompetenz für digitale und mobile Kommunikationsmedien wurde zwangsweise erst in einem späteren (bewussten) Lernprozess - oft auch spielerisch - erworben, da diese Technologien erst ab den 80er-Jahren breiter verfügbar wurden. Zusätzlich ist der heutige Reifegrad digitaler Medien und Technologien - im Vergleich zu damals - wesentlich höher entwickelt. Zum Beispiel das bahnbrechende Videospiel "Pong" illustriert das recht markant. Oder man könnte auch sagen:
Wenn jemand vor 35 Jahren lernte mit Hammer auf Meißel umzugehen, ist er heute deswegen noch lange kein Diamantenschleifer.

"Pong" (c) 1972 Atari

Ein 'klassischer' Digital Immigrant

Ich zum Beispiel.
Meine persönliche Leidenschaft für die digitale Welt startete „erst“ in frühen Jugendjahren Anfang der 80er. Die Faszination der Arcade Games gefolgt von Home Video Gaming auf dem Atari 2600VCS und Programmierung am Commodore C64 waren meine ersten Zugänge. Das spätere Elektrotechnik- und Informatikstudium an der TU Wien, das Interesse für Consumer Electronics und mein Job bei IBM setzten die Begeisterung fort und spätestens seit einem Besuch am M.I.T. medialab 1992 war mir „Being Digital“(*) – das Nicholas Negroponte kurz darauf in seinem Buch formulierte – ein schlüssiger Begriff geworden, der mich bis heute begleitet.

Der Unterschied der "Natives"
Wenn jemand eine Sprache exzellent beherrscht, aber nicht zweisprachig aufgewachsen ist, dann scheiden sich die Geister, ob man dafür den Begriff „Native Speaker“ verwenden sollte.
Ich meine: definitiv nein.
Eine tiefe (auch kulturelle) Verwurzelung des Verständnisses kommt – nach meinem Empfinden – nämlich daher, dass wir eine Kompetenz (hier die Medienkompetenz) oder Fähigkeit nicht in Ergänzung zum Vorhandenen erlernen und sie auf dessen Basis erklären, sondern dass eine Kompetenz oder Fähigkeit vom Beginn an – d.h. ursprünglich – da ist und in voller Selbstverständlichkeit erfahren und gefördert wird.

Diese Begrifflichkeit der "Natives" (übersetzt: eingeboren, heimisch, natürlich) aus dem Kultur- und Sprachverständnis lässt sich also sehr gut auf die Beschreibung einer Kommunikationskultur der "Digital Natives" übertragen.

* Negroponte N. (1995), "Being Digital", USA (Knopf Publishing)


Digital Natives of the 21st Century

Digital Natives des 21. Jahrhunderts – viele von ihnen gehen noch nicht mal in die Schule – haben einen völlig selbstverständlichen Zugang zu Internet und Mobilität der Kommunikation. Ich habe zwei wunderbare „Exemplare“ zuhause und lerne täglich von ihnen.

„Bob der Baumeister“ ist eingetragenes Markenzeichen der HIT Entertainment Ltd

Der Unterschied der einen Unterschied macht.
Benjamin (6,5 Jahre - im Urlaub mit mir am Pool spielend):
„Papa, wie gehen die Spielregeln von Dame?“
Ich (nachdenklich): „Hmmm - das hab ich vergessen. Ich weiß es nicht.“
Benjamin: „Papa, dann schauen wir jetzt bitte im Internet nach!“

...oder
Florian (4 Jahre): „Papa, ich mag mir den Bob der Baumeister anschauen.“
Ich (tröstend): „Flori, der ist leider schon aus. Der war vor einer Stunde.“
Florian: „Na dann dreh‘ ihn mir auf Juutjuuup auf!“

Muttermilch
Es ist schon erstaunlich mit welcher Selbstverständlichkeit und Geschwindigkeit meine Söhne bereits auf „digitale“ Handlungsoptionen zugreifen. Und das bevor sie noch Lesen und Schreiben gelernt haben oder zur Schule gehen - oder vielleicht deshalb!?
Obwohl ich mich als Web 2.0-affin und „frühen Digital Immigrant“ bezeichne, werde ich den „Muttermilchstellenwert“, den digitale Medien für diese Generation haben, nie mehr aufholen.

Fazit
Das tradierte Konzept: "Die Jungen lernen von den Älteren, wie die Welt funktioniert" ist aus meiner Sicht - spätestens seit Erfindung der Videorecorder-Fernbedienungen - längst überholt.
Für mich gilt es viel mehr von Digital Natives zu lernen, wie neue Medienkompetenzen unsere Kommunikation verändern (werden), ihre Perspektiven als wertvolle Bereicherung zu verstehen und eine möglichst gute kulturelle Annäherung der digitalen Generationen zu fördern.

Montag, 31. Mai 2010

Digital Immigrants of the 20th Century

Der Science Fiction Autor und Technologievisionär Arthur C. Clarke formulierte 3 Gesetze, wovon das dritte lautet:
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Eine kleine Geschichte aus den 90ern (unten), die ich persönlich erleben durfte, illustriert, dass technologischer Fortschritt schon immer zu Schwierigkeiten geführt hat. Auch das, was wir heute als „Digital Divide“ bezeichnen, ist kein neues Phänomen, sondern eben nur eine neue Technologie Umwelt – das Internet. Dieser Effekt hieß früher nur anders, so hat man zum Beispiel im 19. Jahrhundert Dampflokomotiven als Teufelsmaschinen bezeichnet – das war der „Steamengine Divide“.

(c) Wikipedia

Eine kleine Anekdote eines Top-Manager – etwa Mitte 40 – in einem internationalen Konzern. Er erzählte Anfang der 90er Jahre eines montags im Büro sehr erzürnt diese Geschichte:

„Vorige Woche habe ich mir einen neuen, wirklich sündhaft teuren Videorecorder gekauft - extra so ein Modell mit Programmierfunktion über die Fernbedienung.

Dieser Dreck(!) funktioniert nicht!
Ich habe das Gerät noch zuhause vom Techniker installieren und alles fixfertig einstellen lassen. Am Freitag sind wir dann mit der neuen Fernbedienung in unser Wochenendhaus gefahren. Dort habe ich das Tennismatch für Samstag Nachmittag programmiert… aber dieses sch“#*X! Gerät hat NICHTS aufgezeichnet!

Die einen glauben an Magie, viele glauben an gar nichts und einige beschäftigen sich während dessen mit unserer Welt, wie sie hier und jetzt gerade ist... (to be continued)

Donnerstag, 20. Mai 2010

„Surfen ist horizontale Vertiefung“

Facebook ist kurz davor, die 500 Millionen User Marke zu erreichen. Wäre Facebook ein Land, stünde es in seiner Größe an dritter Stelle auf der Welt bzw. wäre es genau so groß wie die gesamte Europäische Union.

Was bedeutet es aber für unsere Gesellschaft, wenn immer mehr Menschen - mobil, permanent oder zumindest regelmäßig – mit Computern im Kontakt sind und sich weiters zu einer „Online-Welt“ vernetzen.

Foto (c) Management Zentrum Witten

Eine visionäre und gleichzeitig sehr plausibel scheinende Perspektive dafür hat Dirk Baecker entwickelt. Er ist Professor für Kulturtheorie an der Zeppelin University und führender deutschsprachiger Soziologe. Sein Werk aus 2007 "Studien zur nächsten Gesellschaft", habe ich in Blog-Postings mehrfach zitiert. Ich empfehle es allen, die in den Themen „Social Media“, „Web 2.0“ und „Projektmanagement“ aktiv sind und Zukunftsszenarien vertiefend diskutieren möchten. Die vielleicht interessanteste These darin lautet:
„Die Computergesellschaft wird sich von der Buchdruckgesellschaft der Moderne so dramatisch unterscheiden wie diese von der Schriftgesellschaft der Antike.“

Für jene die ein Video bevorzugen, gibt es aus der Reihe Sternstunde Philosophie des Schweizer Fernsehens vom 02. Mai 2010 „Die Krisen der Computergesellschaft“ mit Dirk Baecker – und darin eine Zusammenfassung der wichtigsten Thesen im Interview.

Sternstunde Philosophie vom 02.05.2010

Und abschließend zum Titel dieses Postings: Warum Surfen eine horizontale Vertiefung ist, erfahren Sie @48‘50“

Viel Vergnügen!

Weiterführende Blog-Postings zu diesem Thema:
Web 2.0 - Information & Evolution
Digital Mindshift I
Sind Digital Social Networkers professionell ernst zu nehmen?


Sonntag, 11. April 2010

Projektmanagement TV

Was für eine hervorragende Idee!

Stefan Hagen(PM-Blog) und Bas De Baar(Project Shrink Blog) - zwei führende Blogger zum Thema Projektmanagement - haben sich entschlossen "Projektmanagement TV" zu starten.


Stefan Hagen und Bas De Baar in Folge 0 - via skype Konferenz
=> mehr dazu auf YouTube und deren Blogs

Nach den englischsprachigen Project Shrink Podcast Sessions von Bas De Baar werden sie dieses Format nun deutschsprachig aufgreifen. In kurzen Gesprächssequenzen entsteht dabei ein anregender Diskurs zu aktuellen Fragestellungen des Projektmanagements.

Dazu gibt es auch einen offenen Themenaufruf, wo Interessenten und Experten ihre Anliegen einbringen können.
Ab sofort auf YouTube und den beiden Blogs.

Let's tune in!

Samstag, 3. April 2010

Leadership is overgloryfied

Wenn Sie dem großen Heldenmythos der "charismatischen Führung" weiterhin anhaften wollen, sollten Sie sich dieses Video NICHT ansehen:



Derek Sivers bringt das so wunderbar auf den Punkt, dass sich weitere Ausführungen dazu erübrigen.
"The leader embraces his follower as equal..."

Probieren Sie das mal aus!

Donnerstag, 25. März 2010

Veränderung ohne Umsetzung

„Warum werden so viele geplante Veränderungsvorhaben nicht erfolgreich umgesetzt?“
Dafür gibt es vielfältige Gründe. Insgesamt, weil wir es im Changemanagement mit einer Materie zu tun haben, deren Komplexität oft unterschätzt wird. Die Veränderung von Unternehmen betrifft immer Menschen – hier liegt ein zentraler Hebel.


Oft werden neue Strategien, Reorganisationen, optimierte Businessprozesse, Systemeinführungen, Effizienzsteigerungen, etc. – also Changevorhaben – in exzellenter Qualität entwickelt.
Vorsicht:
Ich sagte nicht „umgesetzt“, sondern nur auf einer konzeptionellen, planerischen Abstraktionsebene entworfen. Wenn das auch noch in einem engen Kreis von Top-Managern in tagelangen intensiven Klausuren geschieht, ist die verfügbare Energie oftmals aufgebraucht, während der Rest der Organisation – also meistens mehr als 90% - von diesen Plänen noch gar nichts ahnt.

Nun kommt die einfache Erkenntnis – die man bereits vom Beginn berücksichtigen könnte:
  • Man sollte Changekonzepte nie ohne Anspruch auf Umsetzung entwickeln.
  • Menschen sind nicht trivial oder berechenbar, daher ist die Rückkopplung zu den aktuellen Dynamiken im Unternehmen für das Changemanagement erfolgskritisch.
  • Die viel gewichtigeren Aufwände und Risiken im Prozess werden da liegen, wo es um betroffene Mitarbeiter geht (nicht um das Konzept)
  • Und ob das dann 5, 50, 500 oder 5000 sind macht nochmals einen riesen Unterschied.

John Kotter - Professor der Harvard Business School und Referenzgröße für Changemanagement - hat in seinem empfehlenswerten kurzen Video dazu eine einfache und gleichzeitig effektive Fragestellung. Versuchen Sie diese bevor Sie das nächste Changeprojekt starten. Es wird Ihre Erfolgschancen sicherlich nicht verschlechtern.



Ein effektives Changemanagement – im Gegensatz zu „Veränderungs Aktionismus“ - integriert derartige Überlegungen bereits ab dem Beginn. Und es orientiert sich daran, Veränderungsprozesse so zu bauen und zu gestalten, dass ihre Tragfähigkeit laufend überprüft und abgesichert werden kann.

Literaturempfehlungen und weitere Postings:
Managing Cuts and new Growth“ – Heitger, Doujak
Strategy and the Fat Smoker“ – David Maister
Das Pinguin Prinzip“ – John Kotter

Organisationsberatung - Medium Rare“ – Jan A. Poczynek

Montag, 15. März 2010

„Zentral über dem Ski stehen“

oder was die Projektmanager von den Skisportlern lernen können

Von Dani Rey* entwicklerey gmbh

Was drängt sich als Metapher mehr auf als der Skisport, wenn ein Schweizer als Gastautor im Blog eines Österreichers schreibt? Haben Sie schon beachtet, was die kundigen Skifachleute häufig sagen, wenn Sie Benjamin Raich oder Carlo Janka kommentieren...


„Der steht zentral über dem Ski!“
Ist das nicht etwas zu banal. Kann so eine basale skitechnische Grundlage das herausragende Merkmal der absolut Besten sein? Ja es kann! Und es ist überhaupt nicht banal!

Obwohl es das Erste ist, was die Kinder im Skiunterricht lernen – eben die Position und Gewichtsverteilung über dem Ski – macht genau das den Könner aus: Im anspruchsvollsten Gelände unter großem Erfolgsdruck, dann wenn es eilt (man will das Rennen ja gewinnen) immer noch zentral über dem Ski zu stehen.
Genau so ist es im Projektmanagement. Es gibt Fachliteratur zu allen nur denkbaren Teilaspekten, die es bei Projekten zu beachten gilt. Doch wenn irgendwo Projekte scheitern, dann meistens nicht, weil etwas von diesen ganz spezifischen Details schlecht gemanagt wurde, von denen nur die ganz erfahrenen Profis wissen. Nein, sehr oft wurden die Dinge nicht beachtet, die man im ersten Halbtages-Seminar zum Thema Projektmanagement lernt:
  • Es braucht einen allseits gleich verstandenen Projektauftrag.
  • Die Rollen der wichtigsten Protagonisten im Projekt müssen geklärt sein.
  • Jedes Projekt braucht einen hochkarätigen (sprich mächtigen) Sponsor.
  • Gegenseitige Abmachungen müssen schriftlich festgehalten werden.
  • Man soll sich von Anfang mit den Risiken befassen, welche den Projekterfolg gefährden könnten.
  • Änderungswünsche müssen konsequent über einen Changemanagementprozess abgewickelt werden
  • usw.
Hier also der Tipp an alle Projektverantwortlichen: Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und stehen Sie zentral über dem Ski oder – übersetzt ins Projektmanagement – achten Sie konsequent auf die grundlegenden Elemente des Projektmanagements, insbesondere wenn es schwierig wird, der Druck steigt und es ganz besonders eilt.

Wenn es gerade vermeintlich gute Gründe gibt, mal eine Grundregel außen vor zu lassen, weil die aktuelle Situation so anspruchsvoll ist, sollten Sie es nicht tun!

Ski Heil!

* Dani Rey
ist Eigentümer der Entwicklerey GmbH, Organisationsberater und Coach aus dem Raum Zürich. Ich schätze ihn sehr als Kollegen und Netzwerkpartner in Strategie-, Organisations- und Projektmanagementthemen, in seiner Professionalität Lösungen zu entwickeln und für seine klare, aufrichtige Beraterhaltung.