Dienstag, 6. Juli 2010

Digital Natives of the 21st Century

Digital Natives des 21. Jahrhunderts – viele von ihnen gehen noch nicht mal in die Schule – haben einen völlig selbstverständlichen Zugang zu Internet und Mobilität der Kommunikation. Ich habe zwei wunderbare „Exemplare“ zuhause und lerne täglich von ihnen.

„Bob der Baumeister“ ist eingetragenes Markenzeichen der HIT Entertainment Ltd

Der Unterschied der einen Unterschied macht.
Benjamin (6,5 Jahre - im Urlaub mit mir am Pool spielend):
„Papa, wie gehen die Spielregeln von Dame?“
Ich (nachdenklich): „Hmmm - das hab ich vergessen. Ich weiß es nicht.“
Benjamin: „Papa, dann schauen wir jetzt bitte im Internet nach!“

...oder
Florian (4 Jahre): „Papa, ich mag mir den Bob der Baumeister anschauen.“
Ich (tröstend): „Flori, der ist leider schon aus. Der war vor einer Stunde.“
Florian: „Na dann dreh‘ ihn mir auf Juutjuuup auf!“

Muttermilch
Es ist schon erstaunlich mit welcher Selbstverständlichkeit und Geschwindigkeit meine Söhne bereits auf „digitale“ Handlungsoptionen zugreifen. Und das bevor sie noch Lesen und Schreiben gelernt haben oder zur Schule gehen - oder vielleicht deshalb!?
Obwohl ich mich als Web 2.0-affin und „frühen Digital Immigrant“ bezeichne, werde ich den „Muttermilchstellenwert“, den digitale Medien für diese Generation haben, nie mehr aufholen.

Fazit
Das tradierte Konzept: "Die Jungen lernen von den Älteren, wie die Welt funktioniert" ist aus meiner Sicht - spätestens seit Erfindung der Videorecorder-Fernbedienungen - längst überholt.
Für mich gilt es viel mehr von Digital Natives zu lernen, wie neue Medienkompetenzen unsere Kommunikation verändern (werden), ihre Perspektiven als wertvolle Bereicherung zu verstehen und eine möglichst gute kulturelle Annäherung der digitalen Generationen zu fördern.

Kommentare:

  1. sehr nett - gefällt mir.
    Günther

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  2. "Das tradierte Konzept: "Die Jungen lernen von den Älteren, wie die Welt funktioniert" ist aus meiner Sicht - spätestens seit Erfindung der Videorecorder-Fernbedienungen - längst überholt."

    in bezug auf die digitale welt: ja, in bezug auf alles andere: nein. der tag hat nur 24 stunden.

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  3. Ich kann verstehen, dass Sie einen unglaublichen Stolz auf Ihre beiden Söhne haben und ich finde es toll, das sie schon jetzt einen Umgang mit digitalen Medien pflegen.

    Dennoch ist die Situation nicht so einfach wie Sie von Ihnen hier dargestellt wird. Abgesehen davon, dass der Satz "Das tradierte Konzept..." mE. in dieser pauschalisierenden Art schlicht und einfach nicht zutrifft, birgt der sorglose Umgang der jungen Generation mit digitalen Medien mehr Gefahr als Vorteil.

    Eine nähere Darstellung meiner Ansicht würde den Rahmen des Kommentars sprengen. Dieser bereits erwähnte sorglose, beinahe schon naive Umgang mit digitalen Medien und deren oft harte Konsequenzen, sind durch zahlreiche Fachartikel und (mittlerweile leider) zahlreichen Urteilen belegbar.

    Ihr Artikel hat mich dazu angeregt in nächster Zeit selbst einen Artikel zu diesem Thema zu verfassen.

    Damit Sie nicht denken, ich sei das Echo der älteren Generation: Ich bin 25 Jahre alt und bereits schon seit meinem 11. Lebensjahr in der Informatik tätig ;-).

    gaSchedler

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  4. @gaSchedler
    vielleicht haben Sie aus meinem posting abgeleitet, dass ich die gesamtentwicklung der digitalen medien und kommunikation als "einfach" einschätzen würde.
    das ist nicht der fall - eher das gegenteil.
    ich denke wir - sowohl individuen als auch die gesellschaft - sind diesbezüglich mit sehr gravierenden themen konfrontiert wie:
    * inkompetenz
    * überforderung
    * sucht
    * manipulation
    * etc.

    nichts desto trotz kann ein zugang in (spielerischer) "leichtigkeit" vieles vereinfachen. was ich jedoch nicht mit naivität gleichsetze.

    sunshine!
    Jan A. Poczynek

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