Montag, 15. November 2010

E-Learning via Avatar: Grenzen und Herausforderungen

E-Learning liegt im Trend. 
Dafür gibt es zahlreiche Gründe. 
Und es handelt sich dabei um einen Milliardenmarkt.



Ein Grund dieses Booms sind die vielen attraktiven Versprechungen:
  • skalierbare Vermittlung von Wissen
  • multimediale Aufbereitung der Inhalte
  • realitätsnahe Simulation von Praxissituationen
  • zeitliche Flexibilität von Lerneinheiten
  • Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit
  • geografische Unabhängigkeit der Lerneinheiten
  • Einsparung von Reisekosten
  • Einsparung von Trainingskosten
Das wäre zumindest das Idealbild, wie es Führungskräften und HR-Managern oft angepriesen wird. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick in die Materie des Blended Learnings. Die aktuellen Grenzen und Herausforderungen zu analysieren und dieses Konzept für die jeweilige Organisation mit ihrer vorhandenen Kultur zu hinterfragen.

Detaillierte Ideen und Überlegungen finden Sie dazu in meinem Interview 

(aus DerStandard vom 30.11.2010)
 
> „E-Learning via Avatar


Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
Sind wir Avatare?
Virtuelle Teams
Digital Natives sind...


Donnerstag, 4. November 2010

Sind wir Avatare?

Ein Avatar – im weitesten Sinn des Hinduismus - ist eine personifizierte Gottheit.
In computerbasierten Annwendungen und Spielen ist das meist eine grafische Figur, die sich als Stellvertreter einer Person in den diversen ‚Erlebnisräumen‘ bewegt und dort mit anderen interagiert.

Ich konnte mir das lange nicht sehr plastisch vorstellen, bis ich diesen TED-Talk erstmals sah.




Das Video ist von der ersten bis zur letzten Sekunde sehenswert. Ein Lehrbeispiel für visionäres Denken, das ich gerne in Führungstrainings verwende. James Cameron – Regisseur des erfolgreichsten Films aller Zeiten „Avatar“ – erklärt unter anderem in diesem Vortrag, warum er an die Zukunft der Avatare glaubt @ 9‘40“:

„Für die Dreharbeiten der Eröffnungssequenz von 'Titanic' tauchten wir mit einem U-Boot zum Schiffswrack. Von dort aus lenkte ich ein mit Scheinwerfer und Kamera ausgestattetes Mini-U-Boot ferngesteuert ins Wrack. 

Und nun, da bin ich: an Deck innerhalb der gesunkenen Titanic. Mein Bewusstsein war IN diesem Vehikel. Ich fühlte mich, als wäre ich physisch präsent im Schiffswrack. Und dann hatte ich das surrealste Deja-Vu, weil ich wusste genau, wenn ich nun um die Ecke ‚gehe‘ wie es da aussehen würde - noch bevor es der Lichtkegel freigab - schließlich habe ich Monate am nachgebauten Filmset verbracht. Damit machte ich die tiefe Erfahrung der Telepräsenz und dass man sein Bewusstsein in ein anderes, robotisches Vehikel injizieren kann.“  (sinngemäß übersetzt)

Ich Teile seine Meinung, auch wenn ich dem Kerl da unten mein Bewusstsein noch nicht so ganz injizieren konnte.  ;o)


@poczynek

Nach dem Hype von SecondLife seit 2003 wurde dieser Trend zuletzt von vielen wieder totgesagt. Das ist ein Irrtum. Zum einen wird SecondLife weiterhin aktiv verwendet und zum anderen entstehen laufend neue Konzepte und technisch ausgereiftere Lösungen, wie etwa das virtuelle Europäische Parlament Citzalia oder die neue virtuelle Welt der Sony Playstation Home.  

Warum ist das relevant?
Dass sich unsere Kommunikation im Computerzeitalter dramatisch verändern wird, haben Sie auf diesem Blog schon öfter als 1-2 mal gelesen. Damit wird sich aber auch unsere Interaktion dramatisch verändern. Für Kontexte wie Trainings, Projektarbeit in virtuellen Teams, Führung in internationalen Matrixorganisationen oder allgemein globale Teambildungen werden völlig neue Möglichkeiten entstehen. 

Da wird es besonders für internationale Unternehmen - abseits eines spannenden Kinobesuches - dann schon um einiges interessanter.

Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
Virtuelle Teams
Digital Natives sind...
Digital Mindshift I