Mittwoch, 30. November 2011

Gunter Dueck: Alles muss „höher“!

Im Rahmen der Berliner Konferenz xmess hatte ich u.a. das Vergnügen Gunter Dueck* kennen zu lernen. In seiner Keynote:

“Professionelle Intelligenz – Worauf es morgen ankommt” 
baut er einen frappierend schlüssigen Bogen auf, wie unsere Gesellschaft - gestützt durch Computertechnologien - bald aussehen könnte. Mit einem großen Anteil an Fakten gleist er in diesem Vortrag seine Hypothesen auf.


Anhand von Beratern und BWLern, Cha Cha Cha, Tomatensuppen, Integralrechnen, fernöstlicher Kampfkunst, artgerechtem Management und Meister zu sein erklärt Dueck warum ganze Industrien aussterben werden und worauf es daher in Zukunft ankommt:
Alle müssen „höher“!

Ich finde, dieser Vortrag lässt sich nicht gut zusammenfassen –
daher mein Tipp:

„Schauen Sie sich das an!“



* Gunter Dueck war bis August 2011 CTO bei IBM Deutschland und ist freischaffender Schriftsteller, Business-Angel und Speaker.

Montag, 24. Oktober 2011

Geistesblitz #6


 
"Breathe,
 you are online."

Thich Nhat Hanh
auf der Website des Plum Village

* zählt zu den weltweit anerkannten Zen-Meister der Gegenwart  




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Dienstag, 11. Oktober 2011

Blogparade: „Thesen zur nächsten Gesellschaft“

Mitmachen und Konferenz-Ticket für Berlin gewinnen

x mess heisst die Konferenz zur [nächsten] Gesellschaft und findet 

von 17. bis 19. November 2011 in Berlin statt.
Die Veranstaltung des mz-x widmet sich 3 Tage dem Fragenkomplex:

Wie müssen Organisationen (heute) im Kontext einer nächsten – vom Computer geprägten Gesellschaft – gedacht, entworfen, beraten und letztendlich auch gemanagt und geführt werden?

Diese Frage sorgt für Stirnrunzeln und Kopfzerbrechen und zwar nicht nur bei den Referenten und Teilnehmern. Daher versucht xmess ein Maximum an Diskurs und Vernetzung - offline & online - zwischen Praxis und Theorie quer über unterschiedliche Branchen und Disziplinen zu generieren.
 


BLOG PARADE 

Im Vorfeld zu xmess gibt es eine Blogparade, die Ihre aktuellen Überlegungen zum Fragenkomplex aufgreifen soll.
Unter allen teilnehmenden Interessenten wird ein Konferenz-Ticket für
3 Tage im Wert von € 1.600,- verlost.

Was ist eine Blogparade?
Eine Blogparade ist eine „Online-Veranstaltung“, bei der ein Blogger ein bestimmtes Thema vorschlägt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen. (aus blog-parade.de)

So können Sie teilnehmen
a) Schreiben Sie einen Beitrag auf Ihrem Blog der den Fragenkomplex der Konferenz (zumindest teilweise) aufgreift

  • Wie könnte die nächste Gesellschaft (bald) aussehen?
  • Wie wird sich diese Zukunft auf Unternehmen und Organisationen auswirken?
  • Worauf wird es punkto Führung, Organisation, Management und Beratung ankommen?
  • Welche Chancen oder Risiken für Organisationen und deren Management sehen Sie (kommen)?
b) Nehmen Sie an der Blogparade teil:
  • Verwenden Sie in Ihrem Beitrag den Banner, den Sie unten als html-Code finden.
  • Helfen Sie bitte aktiv mit, die Blogparade zu verbreiten.
    Hashtag:  #xmess
    Shortlink:
    http://ow.ly/6T9q0
  • Verlinken Sie Ihren fertigen Beitrag zu diesem Artikel
    (und als Link in einem Kommentar am Ende dieses Postings)
    Verlosung
    Wir freuen uns über gute Beiträge und behalten uns vor, inhaltslose Postings von der Verlosung auszuschließen. Bei der Verlosung werden alle neuen Beiträge bis 1. November 2011 um 24:00h berücksichtigt. Sie findet durch das mz-x statt. Das Konferenz-Ticket kann nicht in Bar abgelöst werden. Reisekosten übernimmt der Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Sie möchten teilnehmen, können aber leider nicht zur Konferenz kommen?
    Über Ihren Beitrag würden wir uns trotzdem sehr freuen!

    Bitte merken Sie in Ihrem Kommentar an: „Ohne Verlosung“. Im Nachklang der Konferenz können wir Ihnen gerne Dokumentationen und Informationen zur xmess zur Verfügung stellen.

    Sie haben keinen Blog und möchten trotzdem teilnehmen?
    Verfassen Sie Ihren Beitrag trotzdem! 

    Bitte als ausführlichen Kommentar unter diesem Artikel und vergessen Sie nicht Ihre Kontaktmöglichkeit (Name, Emailadresse) anzugeben. 

    Banner html-Code
    <a href="http://blog.poczynek.org/2011/10/blogparade-thesen-zur-nachsten.html"><img title="Blogparade Thesen zur naechsten Gesellschaft" src="http://www.poczynek.org/downloads/xmess_blogparade_Jan.A.Poczynek_400x150.jpg" alt="Blogparade Thesen zur naechsten Gesellschaft" /></a>


    Ich wünsche Ihnen gutes Schreiben und bin schon sehr neugierig auf Ihre Perspektiven zur nächsten Gesellschaft...
    Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns auf der Konferenz in Berlin treffen!

    > Alle Informationen zur Konferenz xmess.


    Liste alle Beiträge:
    :: Komplexitätsmanagement : Wie man eine Organisation der nächsten Generation managen könnte

      
    and the Winner is...



    .

    Dienstag, 4. Oktober 2011

    Geistesblitz #5


    "Ob es besser wird, wenn es anders wird, 
    weiß ich nicht.

    Dass es aber anders werden muss, 
    wenn es besser werden soll,
    das weiß ich."






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    Montag, 26. September 2011

    Think! Outside the Box

    "People don't resist change. 
    They resist being changed!"
    Peter M. Senge 

    Director MIT Sloan School - Center of Organizational Learning


    Ich würde behaupten, dass Peter Senge empirisch gesehen sehr recht hat. Change Management ist zwar in aller Munde und mit Sicherheit ist Changemanager ein Berufsbild der Zukunft, doch nicht um 'die Leichen zu schminken' sondern um nachhaltig Produktivität zu sichern. Daher sind sowohl (verspätete) radikale Transformationen als auch (permanenter) Change-Aktionismus Indikatoren dafür, dass die grundsätzliche Lern- und Veränderungsfähigkeit einer Organisation ihren Umfeldanforderungen (Markt, Mitbewerb, Wertschöpfung) dauerhaft nicht gerecht werden kann.

    Die Veränderungsfähigkeit in Organisationen ('ability to change') muss für Unternehmen konsequent und strategisch in den Vordergrund rücken.

    Veränderungen zwingen uns, neue Wege zu beschreiten – im Denken und im Handeln. Gerade Changemanagern ist das besonders bewusst. Anderenfalls besteht eine gute Chance im dauerhaften Widerstand oder in der Depression zu enden oder als Lösung den Kontext zu verlassen – etwa durch Kündigung, Krankheit oder Burn Out. Solange wir unsere gewohnten Verhaltensmuster starr beibehalten, wird weder Wandel noch Innovation erfolgreich möglich sein.

    Nein! Das betrifft nicht alle Anderen, sondern ganz besonders auch uns selbst – als Beteiligte, als Führungskräfte, Changemanager oder Berater sind wir gefordert. Neue Perspektiven sind gefragt.

    Das Konzept des ‚Thinking outside the Box‘ ist eine Sammlung an Praktiken, die für laufende Veränderungsfähigkeit sehr hilfreich ist. Ursprünglich stammen sie aus den Feldern der Kreativitätstechnik und Innovation. Sie generieren ein Mehr an Perspektiven, Ideen, Handlungsoptionen, Akzeptanz und Ressourcen.

    Wenn Sie ‚Outside the Box‘ denken wollen…

    • Seien Sie offen unterschiedliche Dinge zu tun und Dinge unterschiedlich zu tun
    • Finden Sie neue, unbekannte Perspektiven, um Situationen zu betrachten
    • Hören Sie anderen zu und finden Sie deren Ideen und Bedürfnisse heraus
    • Versuchen Sie positive Aspekte in Situationen zu sehen, auch wenn diese Sie nerven
    • Denken Sie über Ihren Rahmen nach und wie Sie ihn erweitern und verändern können
    • Überlegen Sie, wie durch neue oder veränderte Ansätze Mehrwert geschaffen werden kann

    Diese nützliche Art und Qualität des Denkens und Handelns ist nicht nur im Wandel hilfreich, sondern auch um hohe Lösungsfähigkeiten in Organisationen zu ermöglichen.

    Wenn ‚Thinking outside the Box‘ zur integrierten Praxis wird und zum Kulturelement in einer Organisation, entwickelt sich daraus eine Haltung die den Umgang mit zukünftigen Veränderungen (‚ability to change‘) um ein Vielfaches erleichtern wird.


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    Montag, 4. Juli 2011

    Geistesblitz #4


    "Wir sehen mit den Beinen!" 
    "Wieso?" 
    "Schau doch! Geh mal ein Stück, es ändert sich alles!"


    Sagte Humberto Maturana zum radikalen Konstruktivisten Heinz von Foerster
     




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    Mittwoch, 15. Juni 2011

    Neu im Team – Judit A. Aykler

    Ich freue mich sehr, Ihnen meine erste Mitarbeiterin am Standort Wien vorzustellen: Judit A. Aykler ist als Berater Assistentin neu im Team.

    In der Beratungspraxis unterstützt sie ‚backstage‘ fachliche Recherchen und Analysen, inhaltliche Konzeptionen und das Backoffice – sowie für unsere Kunden die Organisation und Assistenz bei Workshops und Trainings.
    Frau Aykler studiert im Masterprogramm „Management“ an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist derzeit neben ihrem Studium aktiv. Sie hat sich auf Change Management und Management Development spezialisiert und interessiert sich besonders für strategisches Management, Organisationsentwicklung, Leadership, Organisationskultur und Organizational Behavior, sowie für die Betrachtung von Organisationen aus systemtheoretischer Perspektive. Ihrer Bachelorarbeit:
    Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren auf Organizational Citizenship Behavior“ können Sie als PDF downloaden.
    In ihrer aktuellen Master-Thesis erforscht Sie den Einfluss der Social Media Kultur auf Führungsfunktionen und das Selbstverständnis von Führungskräften
    Persönlich schätzt Judit Aykler inspirierende Gespräche mit Studienkollegen, Freunden und Bekannten, sowie Literatur und Filme, Sie reist gerne und versucht von jeder Begegnung etwas mitzunehmen.

    Diese personelle Verstärkung durch Frau Aykler ist ein wichtiger Beitrag zur Expansion der letzten 6 Monate. Weitere sind

    • Die internationale Partnerschaft in der D/A/CH Region gemeinsam mit Dani Rey (Zürich), Olaf Hinz (Hamburg) und Jürgen Kugele (Berlin)
    • Ein großer Change Prozess bei Microsoft Switzerland 
    • und der neue Bürostandort in der Operngasse 
    Wir freuen uns, wenn wir Sie bei Gelegenheit persönlich im Wiener Office begrüßen dürfen. 
    .

    Dienstag, 7. Juni 2011

    Geistesblitz #3


    Die Vergangenheit besteht aus realen Konstruktionen,
    die Zukunft aus
    konstruierten Realitäten

    Das heisst: in der Gegenwart sind wir permanent am Konstruieren.









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    Montag, 23. Mai 2011

    Networks make the World go around

    Die Firma Iteratec ist ein mittelständisches IT-Beratungsunternehmen aus Deutschland und zählt seit 2010 zu meinem Kundenkreis. Für eine Serie von Konferenzen an den Standorten München, Frankfurt und Wien wurde ich eingeladen jeweils einen Vortrag zu halten.

    Die Sessions fanden mit geladenen Runden von IT-Managern und Experten, statt. Die Präsentation zu meinem Vortrag können Sie hier als Prezi ansehen.



    Es ist schön zu sehen, wie dieses Thema an Zugkraft und Aufmerksamkeit gewinnt. Nicht zuletzt haben die politischen Bewegungen des Jahres 2011 - der Arabische Frühling und die OccupyWallStreet Bewegung - den Beweis geliefert, dass die neue Kommunikationskultur auch spürbare Relevanz auf gesamtgesellschaftlicher Ebene hat.


    Ich bendanke mich an dieser Stelle für das hohe Interesse und die bisherigen und alle noch folgenden Diskussionsbeiträge.

    Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
    Digital Mindshift I
    eBook: Social Media - Wichtige Punkte im digitalen Universum 
    Projektmanagement ist keine Massenware 
      

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    :: aktualisiert am 28. Oktober 2011
     

    Montag, 2. Mai 2011

    Die Carl Auer Akademie

    Mittlerweile ist er eine berühmte Persönlichkeit unter Systemikern, Philosophen, Postheroen, Beratern, Psychologen und Führungskräften:  
    Carl Auer - Kunstfigur und Namensgeber des Verlages aus Heidelberg, der 1989 gegründet wurde.

    Ein „paar Jahre später“ zählt der Carl Auer Verlag von Fritz B. Simon zu den etablierten Quellen im deutschsprachigen Raum und hat unter seinen Autoren renommierte Denker genauso wie junge Forscher und fixe Größen der systemischen Schule. Da war die nächste Idee nicht ganz abwegig: Die Gründung der Carl Auer Akademie.



    Die Carl Auer Akademie ist ein Ort der Begegnung, wo unterschiedliche Ideen, Konzepte, Theorien und Erfahrungen aufeinander prallen können. Natürlich in Form von hitzigen Diskussionen, Diskursen und Dialogen unter ihren Protagonisten mit Publikum auf engem Raum. Dieses Format nennt sich Systemisches Labor und fand erstmals im März 2011 in Berlin statt:
    multi perspectives: dialog on presencing“ mit C.O. Scharmer,
    Rudi Wimmer und Fritz B. Simon.  >> Fotoserie


    Otto Scharmer, der mit seiner Theory U einen Ansatz für tiefgreifende Change-Prozesse vorlegt, war sehr inspirierend in seinem Workshop. Mein persönliches Highlight war dann, gemeinsam mit meinen beiden Partnern Olaf Hinz aus Hamburg und Dani Rey aus Zürich, mit C.O. Scharmer am Kaffeetisch zu diskutieren und „Was ich schon immer über Theory U wissen wollte…“ mit ihm ganz offen zu besprechen.

    C.O.Scharmer auch am Flip sehr energetisch.  :o)

    Das waren sehr gelungene, inspirierende Tage in Berlin und ich freue mich auf das nächste Mal…

     
    Im Umspannwerk OST feierte die Systemiker Community den Abend.

    Weitere Informationen zu diesen Themen:
    CarlAuerAkademie on Twitter
    Theory U: Presencing - Von der Zukunft her führen
    Fritz B. Simon: Die Beobachtung der Kommunikation

    .

    Dienstag, 26. April 2011

    Geistesblitz #2


     
    "Woher nimmt man die Maßstäbe für Technologie-Kritik? (Anm.: "IT")

    Wie kritisiert man Erwartungen, wenn die selben Technologien, mit denen man erwartet auf die turbulentere Umwelt reagieren zu können, der Grund dafür sind, dass die Umwelt turbulenter wird?"
      
    - Dirk Baecker -


    Schreibt er in "Postheroisches Management" im Kapitel Erwartungen an neue Techniken (1994, Merve Verlag).

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    Montag, 18. April 2011

    BarCamp oder Mittelmeerkreuzfahrt?

    und warum HR-Professionals wissen sollten, was ein BarCamp ist.

    Klassische Konferenzveranstaltungen sind uns aus allen Branchen gut bekannt. Sie erinnern an eine Mittelmeerkreuzfahrt:
    Schon lange zuvor buchen Sie Ihre Reise. Sie wissen genau welche Städte und Inseln Sie besuchen und besichtigen werden. Ihre Kabine haben Sie anhand einer Fotogallerie oder Prospekt ausgewählt und Sie wissen auch welche anderen Gäste auf dieser Reise zu erwarten sind. Es werden etwa 1.200 sein.  Es gibt 3 parallele Halls (Gala, Disco und Jazz) aus denen Sie dann Ihre „Sessions“ wählen. Das Ganze ist sehr aufwändig und hoch qualitativ gestaltet. Nichts bleibt dem Zufall überlassen und Sie werden 14 Tage touristisch rundum versorgt und unterhalten. Kostenpunkt: € 3.500,-

     Fotos (c) Business Circle

    Urlaube sind vielfältig gestaltbar. Eine alternative Form wäre zum Beispiel  
    InterRail und Autostopp:
    Sie beschließen, dass Sie los fahren wollen und packen Ihren Rucksack mit Reisepass, Zelt und Schlafsack. Es soll 3-4 Wochen in Richtung Meer und Süden gehen. Sie werden ein Stück der ‚Welt erobern‘. Die erste Destination steht fest, doch was dann folgt – mal sehen? Sie wissen nicht, welche Städte und Länder Sie schlussendlich besucht, wie viele neue Menschen getroffen und welche Erfahrungen mit anderen Kulturen Sie gemacht haben werden. Ihr Budget ist € 1.000,- und wenn es nicht reicht, werden Sie zwischendurch kleine Jobs annehmen. Ein aufregender Plan.

    Das erinnert mich vom Prinzip her viel mehr an BarCamps.


    Im Rahmen der PoP 2011 „Power of People“ mit dem Schwerpunkt Social Media hat Business Circle ein mutiges Experiment gewagt. Für die teilnehmenden 180 HR-Professionals aus den Bereichen Personal, HR-Consulting und Unternehmensführung konnte im HR-Camp ein Eindruck gewonnen werden, was BarCamps ausmacht. Das Experiment HR-Camp ist gelungen und das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv…

    Was ein BarCamp wirklich ist, finden Sie nur heraus, wenn Sie eines besuchen. Natürlich möchte ich Ihnen diese Quellen, meine Präsentation oben und Impressionen anbieten, denn vielleicht weckt das ja Ihre Neugierde, bei der Auswahl Ihres nächsten Konferenzbesuchs mal etwas ganz anderes auszuprobieren…


    Samstag, 9. April 2011

    Geistesblitz #1






    Everything changes
    Everything is connected
    Pay attention!




    So beschreibt die amerikanische Poetin und Zen-Schülerin die Philosophie des Buddhismus.


    Eine interessante Weltsicht für den Businesskontext - so wie ich finde. Die für die Wirksamkeit von Führungskräften, Changemanagern, Projektmanagern, Experten, Organisationsentwicklern, Beratern, etc. als Haltung sehr hilfreich sein kann.   

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    Donnerstag, 7. April 2011

    Geistesblitze

    Nach knapp 3 Jahren als Blogger in der denkwerkstatt geht mir etwas ab...

    Was ist die geeignete Form für kurze "Geistesblitze" - Dinge die zu schade sind für einen flüchtigen Tweet oder Status-Update auf Facebook. Die ich aber auch nicht auslagern möchte - etwa auf soup.io oder posterous. Die es also wert sind, hier Platz zu finden. 

    Unter diesem Titel werden Sie ab nun diese Art von Postings finden...
    • Ideen
    • kurze Statements
    • erhellende Zitate
    Ich freue mich auf Ihre Reaktionen dazu.

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    Die bisherigen Postings zu "Geistesblitze":
    Geistesblitz #1
     
    Geistesblitz #2
    Geistesblitz #3
    Geistesblitz #4 
    Geistesblitz #5
    Geistesblitz #6 
    Geistesblitz #7


    Montag, 28. März 2011

    eBook: Social Media - Wichtige Punkte im digitalen Universum

    Über Social Media wurden bereits sehr viele Bücher geschrieben – die meisten davon aber eher mit Marketing- oder Technologieschwerpunkten. Oft wurde ich von Kunden gefragt:
    „Mit welchem Buch kann ich denn in dieses Thema einsteigen?“


    Foto (c) apa - Ludwig Schedl - BetterTogether

    Ich wusste leider keine gute Antwort. Die Bücher waren oft unpassend oder veraltet. Da wären aber die wertvollen Online-Informationen zur Materie, die in der Natur der Sache liegen, doch wie findet man im Internet relevante Information, wenn man noch gar nicht weiß wonach man sucht? …Wald …Bäume …Wo? Oder auch 1000e Stunden an Videos von interessanten Konferenzen und BarCamps aus der ganzen Welt, aber wer hat die Zeit dafür?
    Es wurde langsam eng, bis - Wikipedia seinen Buchgenerator vorstellte. Das wesentliche war es nunmehr, die Essenzen an wertvollen Informationen, für Sie aktuell zusammenzustellen – und dem Thema einen roten Faden zu geben: „Organisation qua Internet“ d.h. auch die Organisationsaspekte von Social Media als Change Driver zu thematisieren. Und zwar mit dem eBook Titel:

     
    "Social Media - 

     Wichtige Punkte im digitalen Universum" 



     Da macht das Schmökern und Reinlesen mehr Spaß, wenn ein facettenreicher Überblick zum Denken anregt und erste Orientierungen bzw. Fragen entstehen können:
    Was werden diese Online-Trends für Ihre Zukunft bringen? Für Sie persönlich?  bzw. In Ihrer Organisation?

      Viel Spaß mit der Lektüre!

      Mittwoch, 2. März 2011

      PoP 2011 – Power of People

      Social Media sind mittlerweile in aller Munde und nicht mehr länger ein ‚Insider-Thema‘ von Nerds und Digital Natives oder einiger Marketing-, PR- und IT-Experten. Das Thema bekommt im Businesskontext insgesamt immer mehr Aufmerksamkeit – quer durch alle Branchen, Führungsebenen und Abteilungen. Das kann man derzeit - abseits von aktuellen Studien - unter anderem anhand der klassischen Medienberichterstattung und den steigenden Angeboten an fachlichen Veranstaltungen, die oftmals sehr gut gebucht sind, beobachten. HR und Personalwirtschaft ist ein Themenfeld für das Social Media ebenfalls sehr interessante neue Entwicklungen eröffnet (hat).


      Das Jahresforum PoP 2011 - Power of People wird sich heuer genau diesen widmen und findet am 14. und 15. April in Rust am Neusiedler See statt.

      Bereits zum achten Mal veranstaltet Business Circle diese Großveranstaltung und ich freue mich, das HR Camp zu hosten. Neben dem heurigen Schwerpunktthema werden natürlich auch einige ‚Klassiker‘ der professionellen HR-Agenda bearbeitet.

      Ich würde mich sehr freuen, Sie in Rust persönlich zu begrüßen.

      Sonntag, 13. Februar 2011

      Mindfulness – Das unerwartete Managen

      Von Olaf Hinz - Hamburg 

      Es ist eine Binsenweisheit: die Umwelt ändert sich rasant, Prozesse werden komplexer und die Herausforderungen der Zukunft sind noch nie so wenig vorhersehbar gewesen wie heute.
      Trotzdem herrscht in vielen Organisationen ein mechanistisches, quasi ingenieurtechnisches Verständnis von Führung. Wir können es noch überall beobachten. 


      Gerade wenn die Umwelt unsicher wird, das Risiko steigt und die Erwartungen an die „richtige“ Führung lauter werden, wenden sich viele Manager in ihrer Not den alten, linearen Modellen von Führung zu: 
      • herausfordernde Ziele formulieren
      • schlanke Prozesse durchsetzen 
      • die Zielerreichung eng kontrollieren. 
      Es geht zu wie auf einem Rummelplatz in den 50iger Jahren; dort gab es noch die sogenannten Wahrsager, die einem die Zukunft wiesen. Was damals ein Gag war, weil die Vorhersagen natürlich von keinem ernst genommen wurden, wird heutzutage aber von Führungskräften immer noch verlangt: eine Planung, die auch genauso eintrifft!
      So weit, so gut, wenn die Ziele erreicht werden und die Kernprozesse wie erwartet funktionieren: Aber was passiert, wenn dies nicht eintritt?


      Führungskräfte auf diese Herausforderung vorzubereiten, nämlich, handlungsfähig sein, wenn das Unerwartete eintritt, ist Tagesgeschäft der Personalentwicklung in hochzuverlässigen Organisationen. So gehören regelmäßige Simulatortrainings zum Standard der fundierten Aus- und regelmäßigen Fortbildung in Kraftwerken. Der Betrieb und die Steuerung der Verfahrenstechnik in einem Kraftwerk folgt definierten aus der Naturwissenschaft erzwungenen Prozessen. Hier können wir mit Recht von Kernprozessen sprechen, die die Physik und Chemie vorgeben. Da könnte leicht der Eindruck entstehen, dass die Tätigkeit in der Warte, also der Steuerungszentrale, eines Kraftwerkes ein langweiliger gar stupider Job sei. Das ist es natürlich nicht, denn dass Dinge manchmal nicht so funktionieren, wie technisch ausgedacht, ist bekannt. Dass dies tragisch ausgehen kann, zeigen die bekannten Fälle aus dem Kernkraftwerksbereich wie Harrisburg und Tschernobyl. Mit Blick auf diese Ereignisse wird deutlich, warum im Kraftwerksbereich von „hochzuverlässigen Organisationen“ gesprochen werden muss, denn diese Organisationen können sich Fehler nicht leisten, weil die Folgen nicht akzeptabel sind. Die Organisationsentwicklung in solchen Umfeldern muss die Kompetenz des „Fehler managen“ statt des „aus Fehlern lernen“ etablieren…
      Daher stellen moderne Simulatortrainings vor allem auf die Entwicklung der Kompetenzen und Verhaltensweisen ab, die beim Umgang mit Unerwartetem und dem Management von Störungen gebraucht werden. Dazu braucht es Handlungskompetenz auf zwei Ebenen:

      a) Die Sensibilität für die Regelabläufe im Kraftwerk (den Normalbetrieb) zu entwickeln und hoch zu halten und
      b) bei unerwarteten Situationen gleichermaßen gelassen und entscheidungsfreudig zu bleiben.

      Die Erfahrung zeigt: Regelmäßige Simulatortrainings erhöhen die Handlungskompetenz in komplexen, unsicheren Situationen und leisten so einen erheblichen Beitrag zur Betriebssicherheit von Kraftwerken.

      Aber regelmäßige Simulatortrainings erzeugen einen hohen Aufwand. Daher werden „normale“ Organisationen aus verständlichen Gründen in der Weiterbildung ihrer Führungskräfte nicht regelmäßige Simulatortrainings zum Thema „Führung im komplexen Situationen“ durchführen.
      Was sie aber von hochzuverlässigen Organisationen lernen können ist die Übertragung der grundlegenden Haltung, die bei der Führung von hochzuverlässigen Organisationen wirksam ist.
      Um in vernetzten Umwelten reüssieren zu können, braucht es die Wiederbelebung einer alten Kompetenz: Achtsamkeit! 


      Kathleen M. Sutcliffe bezeichnet diese Haltung so:
      “Mindfulness means to see things more clearly and not to think harder and longer.“


      Führungskräfte, die achtsam sind, verabschieden sich vom beliebten Muster der Optimierung an den letzten Prozenten der Geschäftsprozesse und konzentrieren ihre Energie auf ihr Verhalten selbst. Typische Fragen, die achtsame Manager sich immer wieder vorlegen sind:

      • Welche Verhaltensmuster rufe ich immer wieder in Situationen ab, in dem ich es mit Unerwartetem zu tun habe?
      • Welche Schritte unternehme ich, wenn ich eine Situation teilweise oder gar nicht einschätzen kann?
      • Wie führe ich meine Mitarbeiter, wenn ich selbst den Weg zum Ziel nicht kenne?
      Achtsamen Führungskräften geht es um eine innere Haltung die anerkennt, dass Dinge anders laufen können als geplant, und dass die Wirklichkeit nicht linear, sondern komplex und rückgekoppelt ist. Sie verabschieden sich vom „Wenn-Dann“-Denken. Die alten Kategorien „richtig“ und „falsch“ werden ersetzt durch „angemessen“ und „nutzlos“. Das bedeutet immer in Alternativen zu denken und Pläne als einen möglichen Verlaufspfad zu begreifen, der jederzeit angepasst und verändert werden kann – und dies auch gegenüber den Mitarbeitern zu vertreten! Sie…
      • …arbeiten ständig mit einer wachen Selbstbeobachtung, welche Informationen Sie als unwesentlich abtun und welche Ereignisse sie immer in eine bestimmte „Schublade“ einordnen, um eigene Muster der Logik des Misslingens zu erkennen.
      • …achten genau darauf, wie sich die eigenen Erwartungen auf die Wahrnehmung auswirken und kontrollieren so selbsterfüllende Prophezeiungen, die aus der Planwirtschaft des Wenn- Dann Denkens fast zwangsläufig entstehen.
      • …überprüfen regelmäßig, ob Ihre Bewertungskriterien und Maßstäbe noch aktuell sind, um stets sinnvolle Handlungsalternativen ableiten zu können, denn wir wissen ja von Watzlawick, dass wenn man nur einen Hammer (Managementmodell) hat, besteht die ganze Welt aus Nägeln!
      Wer Überraschungen von vornherein einbezieht, statt zu versuchen, sie durch formale Prozessmodelle weg zu kalkulieren, nimmt ihnen den Schrecken und stellt sicher, dass die Organisation sinnvoll auf solche Überraschungen reagieren kann. Genau das ist es letztlich, wofür Führungskräfte gebraucht werden. Denn Pläne stur abarbeiten könnte auch jeder andere. Kernelement achtsamer Führung ist das Verhalten der Führungskraft selbst und nicht die Methoden und Techniken, die sie anwendet. Die bleiben was sie sind: Methoden der Unterstützung. Operative Hektik, Berichte auf den letzten Drücker und sinnloses Multitasking verschwinden, wenn diese achtsame Führung Einzug hält. Diese Führungskräfte spielen alternative Szenarien bereits im Vorfeld und nicht erst ad hoc durch. Sie bewahren in der schwierigen Situation Ruhe, strahlen diese aus und stabilisieren so die Lage.

      * Olaf Hinz ist Eigentümer von Hinz. Wirkt! Organisationsberater und Coach aus Hamburg. Ich schätze ihn als Partner in komplexen Organisations-, Führungs- und Projektmanagementthemen, der das Wesentliche exakt auf den Punkt bringt, sowie als guten Freund. Was uns besonders verbindet ist eine klarer Anspruch als Berater, mit Haltung wesentliche Entwicklungen zu begleiten.

      Einige weiterführende Blog-Postings im Thema sind:
      Komplexitätsreduktion
      Wenn man hält, was man verspricht


      Samstag, 29. Januar 2011

      Projektmanagement ist keine Massenware

      „Wider die zunehmende Verdosung des Projektmanagements“

      So lautet der Titel des Fachartikels, den ich mit Olaf Hinz – meinem Partner in Hamburg – verfasst habe. Er erschien im Heft 01/2011 der OrganisationsEntwicklung. Diese Zeitschrift kann ich allen Interessierten zu den Themen Changemanagement, Unternehmensentwicklung und Human Resource Management sehr empfehlen. Dieses Magazin fördert seit nunmehr 30 Jahren den Diskurs zu den jeweils aktuellsten Themen der Entwicklung sozialer Systeme – in Theorie, Praxis und aktueller Literatur.



      Diesmal betrachten wir das Thema Projektmanagement für Organisationen aus einer strategisch, beraterischen Flughöhe und versuchen heraus zu arbeiten, warum Spitzenköche kein Dosenfleisch verwenden – und was das mit Projektmanagern zu tun haben könnte…




      Wir hoffen mit diesem Artikel (PDF) einen anregenden Beitrag zu leisten und freuen uns sehr über Ihre konkreten Rückmeldungen, Fragen und Diskussionen.